Pressemitteilung: Gegen das Feindbild „Antifa“ Die VVN-BdA distanziert sich von der Ansprache des Bürgervorstehers

Politiker und Medien werden nicht müde, nach jeder Wahl und nach jedem Anschlag von rechts, die heranziehenden Gefahren für unsere Demokratie und durch den Rechtsterrorismus zu betonen. Grund genug für die Zivilgesellschaft, zusammen zu rücken und sich diesen Gefahren entgegen zu stellen. Elmshorn hat wiederholt bewiesen, dass es dazu in der Lage ist. In großer Vielfalt und gesellschaftlicher Breite wurde der rassistisch motivierte Verbalangriff auf das Elmshorner Lichterfest zurück gewiesen. Bereits zweimal wurde erfolgreich das Fest für Demokratie für die Bewahrung der Grundrechte und den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt begangen. Antifaschistinnen und Antifaschisten und die Antifa waren selbstverständlich mit dabei.
Nicht akzeptabel ist das Auftreten des Elmshorner Bürgervorstehers Andreas Hahn auf der Veranstaltung der Stadt anlässlich des Gedenkens an den 81. Jahrestag der Reichspogromnacht. Ausgerechnet zu diesem Anlass werden unter Heranziehung eines nicht belegten Zitats aus zweiter Hand Faschisten und Antifaschisten auf eine Stufe gestellt und wird der Auftritt eines neuen Faschismus unter dem Etikett des Antifaschismus prophezeit. Das ist eine Verhöhnung des Andenkens der von den Nazis ermordeten Antifaschisten auch aus unserer Stadt. Sie wurden aus aktivem Widerstand heraus in Zuchthäuser und Lager verschleppt, wurden dort ermordet oder starben an den Folgen der Haft. Es waren Antifaschistinnen und Antifaschisten, die im Mai 1945 dafür sorgten, dass Elmshorn kampflos übergeben wurde und so vor der Zerstörung bewahrten. In dieses Bild von Geschichtsvergessenheit passt die Meldung der EN vom 12. November, dass die Pinneberger CDU eine stärkere Beobachtung des „Antifa- Cafés“ fordere. Da wirkt es wie Ironie, dass in der gleichen Ausgabe über eine Beratung der Innenminister aus den Nordländern berichtet wird, die über die Gefahren des Rechtsradikalismus berieten.
Was soll die krampfhafte Aufrechterhaltung eines alten Feindbildes? Antifaschismus heißt doch zunächst nur, gegen Faschismus zu sein. Und „Antifa“? Das ist kein Name einer Organisation. Unter diesem Label versammeln sich Menschen, die aktiv und in vorderster Reihe gegen Rassisten, Antisemiten und Neonazis eintreten und auf diese Weise die Demokratie und Menschrechte verteidigen. Wenn sich dabei Jugendliche engagieren, umso besser.
Die Elmshorner Antifaschistinnen und Antifaschisten, die in der VVN-BdA (gegr. 1946) organisiert sind, werden immer aktiv an der Seite aller Menschen stehen, unabhängig ihrer Weltanschauung, Religion oder sonstiger politischer Überzeugung, die sich gegen jedwede Gefahr eines alten oder neuen Faschismus wehren.

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten, Elmshorn

Am 20.11. gibt es eine Kundgebung für das Antifa-Café Pinneberg

Auch wir als Antifa Pinneberg – Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg möchten hiermit zur Kundgebung am Mittwoch, 20. November ab 17.30 Uhr auf dem Drosteivorplatz aufrufen.

Auch wir solidarisieren uns mit dem Antifa-Café im Geschwister-Scholl-Haus und es freut uns sehr, dass sich junge Menschen für eine antifaschistische und solidarische Gesellschaft in Pinneberg einsetzen. Vorallem freut es uns, dass das Café im Jugendhaus mit dem Namen der antifaschistischen Widerstandskämpfer*innen Hans und Sophie Scholl organisiert wird.

Die jungen Leute die das Café organisieren sind nicht die Einzigen die für ihr antifaschistisches Engagement angegriffen werden. So gibt es in Hamburg die Beispiele der Ida Ehre und Max-Brauer-Schule wo Lehrer*innen und Schüler*innen massiv wegen ein paar Antifa-Aufklebern angegriffen werden.

Besonders die faschistische AfD als parlamentarischer Arm des Rechtsterrorismus, betreibt diese Hetze und Kriminalisierung von Antifaschismus und unterhält damit eine Spaltung und Verunsicherung der Zivilgesellschaft, diese Spaltung und Verunsicherung reicht bis in den Bundestag. Dort bekam die Abgeordnete Martina Renner einen Ordnungsruf, weil sie bei einer Rede einen Antifa-Anstecker trug.

Im Kreis Pinneberg zeigt sich der Anti-Antifaschismus nicht nur am Verbot des Antifa-Cafés und der Androhung von Repressialien durch die Pinneberger CDU gegen die jungen engagierten Leute aus dem Café.

Auch am 8.November in Elmshorn, wo der Bürgervorsteher Andreas Hahn bei der Gedenkveranstaltung für die Betroffenen der Novemberpogrome von 1938 am Platz der niedergebrannten Synagoge, Antifaschismus und Faschismus gleichsetzt und Antifaschist*innen als heutige “Klimavergifter” betitelt!

Wir sind solidarisch mit dem Antifa-Café im Geschwister-Scholl-Haus!

Wir sind solidarisch mit den Schüler*innen und Lehrer*innen der Ida-Ehre-Schule & Max-Brauer-Schule in Hamburg!

Wir sind solidarisch mit Martina Renner und allen anderen Engagierten Antifaschist*innen!

Wir sind solidarisch mit allen Betroffenen von rechter Gewalt!

Antifaschismus ist kein Verbrechen!

Schulter an Schulter gegen Faschismus!

Antifa Pinneberg -Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg

Zweite Pressemitteilung vom Team-Antifa-Café vom Geschwister-Scholl-Haus in Pinneberg nach dem Verbot durch die Bürgermeisterin

Am letzten Donnerstag wurde uns das endgültige Verbot des Antifa-Cafés im Geschwister-Scholl-Haus, durch die Bürgermeisterin, vom Haus mitgeteilt, da wir nicht bereit waren und sind unseren “Titel” zu ändern.

Aus der Presse konnten wir vernehmen, dass es sich angeblich um ein Missverständnis handeln soll.

An ein Missverständnis glauben wir nicht. Mit Nachdruck wird uns seit Monaten über Dritte mitgeteilt, wir müssen den Namen ändern, da ansonsten ein Verbot ausgesprochen wird.

Wir möchten Klarheit haben!

Am nächsten Donnerstag (14.11.) treffen wir uns und werden die Situation als Team-Antifa-Café besprechen.

Wir stehen kompromisslos gegen Faschismus, Rassismus und Antisemitismus! Auch und gerade, wenn es einigen im Kreis Pinneberg ein Dorn im Auge ist!

Antifaschismus konsequent & immer!

Team-Antifa-Café

Bürgermeisterin der Stadt Pinneberg erteilt jungen Antifaschist*innen Hausverbot im Jugendzentrum „Geschwister-Scholl-Haus“!

Das Antifa-Café landet im Exil – Bürgermeisterin der Stadt Pinneberg erteilt jungen Antifaschist*innen Hausverbot im Jugendzentrum „Geschwister-Scholl-Haus“!

Seit einigen Monaten nutzt ein loser Zusammenschluss von jungen Menschen das „Geschwister-Scholl-Haus“ als Treffpunkt für Menschen, die sich austauschen möchten, sich an Infoabenden beteiligen und sich politisch gegen Nazis, Rassist*innen, Antisemit*innen stellen.

Die Abende haben zu Veranstaltungen mit Programm eine Besucher*innenanzahl von ca. 50 Menschen erreicht. Zebra e.V., eine Beratungsstelle für Opfer von rechter Gewalt, referierte, ein Kapitän und ein Crewmitglied u.a. der „Iuventa – Jugend rettet“ berichteten vom Sterben im Mittelmeer.

Geplante Abende der nächsten Zeit mit einer Holocaust-Überlebenden, einem Menschen aus der Keupstrasse/Köln, der von dem Nagelbombenanschlag des NSU berichten möchte und mit einem Menschen, der im thüringischen NSU-Untersuchungsausschuss aktiv ist, können nun nicht mehr stattfinden.

Die Bürgermeisterin Urte Steinberg ließ über „ihre“ Mitarbeiter*innen mitteilen, dass das „Antifa-Café“ nicht „Antifa-Café“ heißen dürfe! Nach internen Gesprächen haben wir dem Haus mitgeteilt, dass wir nicht bereit sind, unsere Werte und unsere Haltung angreifen zu lassen, baten um eine schriftliche Erklärung der Bürgermeisterin und wiesen nochmals darauf hin, dass wir jeden Donnerstag im Haus seien und dort angesprochen werden könnten. Eine schriftliches Hausverbot und/oder eine Begründung erreichte uns nicht, auch kein persönliches Erscheinen.

Am Donnerstag, 07.11.2019 bat uns die Leitung des Hauses um ein Gespräch. Dieses führten wir im Zuge unseres Cafés öffentlich. Wir blieben bei unserer Position und damit musste uns die Leitung das Hausverbot der Bürgermeisterin aussprechen!

Nur zwei Tage vor dem 09.11. wurde Antifaschist*innen ein Hausverbot erteilt – in einem Haus mit dem Namen der antifaschistischen Widerstandskämpferin Sophie Scholl und dem antifaschistischen Widerstandskämpfer Hans Scholl!

Wir erachten das Vorgehen und den Umgang der Bürgermeisterin mit der Sache als absolut inakzeptabel und verurteilen die Erteilung des Verbotes aufs Schärfste!

Wer in Zeiten des nationalsozialistischen Attentates von Halle, dem nationalsozialistischen Mord an Walter Lübcke, dem weiterhin unaufgeklärten NSU-Netzwerk und der Geschichte dieser Republik mit Millionen von Toten weiterhin daran festhält: „Antifa nicht in meiner Stadt“, spielt nur einem Klientel in die Hände: Den Ewiggestrigen, den alten und neuen Nazis – und lässt somit die Menschen im Stich, die täglich von rassistischer Gewalt, von Antisemitismus, Antifeminismus und Faschismus betroffen sind.

Wir fordern eine sofortige Aufhebung des Verbotes durch die Bürgermeisterin und wünschen uns weiterhin ein Haus, in dem antifaschistische Werte und Haltung gelebt werden! Dieses sind wir allen ermordeten Menschen der NS-Zeit und den unzähligen Opfern der Nachkriegszeit schuldig! Wir setzen uns ein für eine humanistische, solidarische, soziale, antifaschistische Gesellschaft!

Antifaschismus lässt sich nicht verbieten – nicht in Pinneberg und nirgendwo!

Team Antifa-Café Pinneberg im Geschwister-Scholl-Haus

Über 250 Menschen auf der Demonstration unter dem Motto: “Das Schweigen brechen – Rassismus und rechten Terror bekämpfen!” in Wedel.

Am Montag, 28.10.2019 beteiligten sich über 250 Menschen an der Demonstration unter dem Motto:

“Das Schweigen brechen – Rassismus und rechten Terror bekämpfen!” in Wedel.

Vor wenigen Wochen wurden in Wedel mehrere extrem rechte Drohbriefe verschickt die mit “Combat 18 Deutschland” unterschrieben wurden. Die Behörden und die Stadt Wedel reagierten darauf in dem den Betroffenen gesagt wurde, dass von den Drohbriefen keine Gefahr ausgeht und es keine bekannte Nazi-Szene in Wedel gibt.

Bei der Auftaktkundgebung auf dem Rathausplatz wurde nochmal skandalisiert, dass im Angesicht des nicht Aufgeklärten NSU-Komplex, dem Mord an Walter Lübcke im Juni und dem antisemitischen und rassistischen Terroranschlag in Halle, dass verschweigen der rechten Drohung und der verharmlosende Umgang nicht tragbar ist.

Als eine weitere Rednerin hielt Marianne Wilke von der VVN-BdA einen Beitrag zu ihrer Geschichte, mahnte an und forderte auf in Bündnissen gegen den Rechtsruck vorzugehen.

Am Rande der Demonstration kam es zu kurzen Provokationen von türkischen Faschisten. Diese konnten aber vertrieben werden. Der Demonstrationszug setzte die Strecke mit u.a. folgenden Parolen fort: „Fasizme karsi omuz omuza – Schulter an Schulter gegen den Faschismus“ und forderte eine Aufhebung des PKK-Verbot.

An der Doppeleiche gab es eine Zwischenkundgebung. In dem vorgetragenen Redebeitrag der Antifaschistischen Initiative Kreis Pinneberg gab es einen Rückblick und einen Einblick in die heutige Situation in Wedel und im ganzen Kreis Pinneberg.

Lautstark ging es über Am Lohhof, Rudolf-Breitscheid-Straße auf die Bundesstraße 431 zurück zum S-Bahnhof Wedel.

Gegen 20.45 Uhr fand am S-Bahnhof die Abschlusskundgebung statt.

Es folgte ein Aufruf zur Demonstration am 09.11.19 in Segeberg gegen die Nazischläger Berndt Tödter, Marcel Steenbuck und Co, sowie ein Beitrag einer kurdischen Genossin, die sich sehr für diese Demonstration bedankte und uns alle nochmals stärkte den Kampf gegen Faschismus gemeinsam zu kämpfen!

Abschließend wurde noch auf das donnerstägliche „Antifa-Cafe“ in Pinneberg hingewiesen. Dort können sich Menschen treffen, vernetzen, austauschen und / oder einfach nur sein. Donnerstags, 19 Uhr Geschwister-Scholl-Haus, Bahnhofstraße 8. (Ferien und Feiertage ist zu)

Abschließend erklären wir, dass wir diese Demonstration weiterhin als überfällig ansehen und als ein legitimes, starkes Zeichen das Schweigen endlich zu brechen!

Antifa Pinneberg – Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg

Der Redebeitrag:

Vertuschen, verharmlosen, wegducken – nicht mit uns!

Wenn, wie hier in Wedel Ende August, ein „offener Brief“ an den Bürgermeister, Parteien, Schulen, Kultureinrichtungen und Polizei eintrifft und ganz unverhohlen mit Gewaltexempel gedroht wird, dann haben die Menschen ein Recht darauf informiert zu werden!
In extrem rechter Terrorsprache wird in dem Brief u.a. folgendes geschrieben:
„wenn die Sicherheit von deutschblütigen Jugendlichen vor Übergriffen ausländischer und nicht deutschblütiger Menschen nicht gewährleistet wird, dann seien Sie versichert, dass wir dies mit der gebotenen Entschlossenheit und der Qualität bundesweit Beachtung findender Exempel an Einzelpersonen, Gruppen und Einrichtungen, eindrucksvoll demonstrieren werden.“ Diese Aufgabe werden hochmotivierte Mitglieder und Kameraden übernehmen.
Unterschrieben ist dieser Angriffsplan auf uns alle mit:
„Combat 18 Deutschland“ – Combat 18 steht für Kampfverbund Adolf Hitler.
Bei der Terrororganisation „Combat 18“ handelt es sich um den bewaffneten Arm von Blood and Honour, englisch für „Blut und Ehre“, ein extrem rechtes Netzwerk, welches neonazistische Bands koordiniert um deren Ideologie zu verbreiten.
„Combat 18“ bezieht sich auf das Konzept der Waffen SS und von dieser holen sie sich die Inspiration für ihren faschistischen Terror. Sie betiteln sich als Gladiatoren für den Kampf.
Wir sind es leid, dass den Menschen von behördlicher/verwalterischer Seite nicht klar genannt wird, was in der Stadt passiert.
Naziaufkleber an Wedeler Schulen und im gesamten Stadtbild, Faschist*innen in eindeutiger Szenekleidung, eine faschistoide AFD mit Wahlkampfständen die munter den parlamentarischen Arm der Nazis mimt. Und eine Vergangenheit, indem Nazis aus Wedel eine bundesweit führende Rolle eingenommen hatten.
Faschistische Aktionen und Gruppierungen aus dem Kreis Pinneberg näher betrachtet und lange unter dem Mantel der Verschwiegenheit getragen:
Jahrelang wurde die Kameradschaft Elbmarsch, gegründet in Wedel, als ein Sammelbecken von ein paar verirrten Jugendlichen geführt. Diese sogenannten Verirrten, griffen Menschen auf brutalste Art und Weise an und verletzten sie teilweise schwer. Diese sogenannten Verirrten waren und sind teilweise heute noch Faschist*innen die nichts unversucht lassen, ihre menschenverachtende Ideologie zu pushen. Sehr gute Kontakte unterhielt Simon Bork zu dem Kopf der Gruppierung „Combat 18 Pinneberg“, Klemens Otto. Klemens Otto schlug mit drei weiteren Nazis 1997 einen Togolesen am Pinneberger Bahnhof fast zu Tode. Da Otto vor Gericht aussagte, er hätte sich von den Nazis distanziert, kassierte er eine Strafe auf Bewährung. Folgend wurde er immer wieder auf Naziaufmärschen gesichtet und baute ein freundschaftliches Verhältnis zum Hamburger Nazi Thomas „Steiner“ Wulff auf. In dieser Zeit stieg Klemens Otto zum Führer der „Kameradschaft Pinneberg“ auf. Auch sie nutzten das Kürzel von „Combat 18“, legten Listen von sogenannten Feinden an und bedrohten den IG Metall Gewerkschafter Uwe Zabel mit dem Tod. Desweiteren erpressten sie im eigenen Milieu Schutzgelder, um so eine Monopolstellung in der Geschäftswelt der Nazis zu erhalten. Auch hier in Wedel gab es immer wieder Angriffe auf Andersdenkende.
Vor 10 Tagen veranlasste die Bundesanwaltschaft eine Überprüfung im faschistischen Mordfall an Walter Lübcke. Die Tatwaffe, so wird vermutet, könnte aus den Reihen von „Combat 18 Pinneberg“ stammen. Das die Nazis aus Wedel, Pinneberg, Elmshorn den mutmaßlichen Mörder von Walter Lübcke zumindest von sehen her kannten, geben Bilder einer Neumünsteraner Demonstration zur Wehrmachtsausstellung her, auf der auch Stephan Ernst zugegen war.
Interessant und unverständlich ist die Tatsache, dass nach den Waffenfunden bei „Combat 18 Pinneberg“ kein großes Verfahren folgte und die Öffentlichkeit kaum nennenswertes berichtet wurde. Auch ist bis heute nicht geklärt, ob alle Waffen sichergestellt wurden. Das Landgericht Kiel ließ sich auf einen Deal mit „Combat 18 Pinneberg Mitglied Peter Borchert ein, schickte ihn für 3 Jahre und 2 Monate in das Gefängnis und Klappe zu.

Es sind keine Verirrten, es sind gefestigte Nazis, die seit Jahrzehnten ihr Konstrukt weiter aufbauen und pflegen. Und es sind Nazis, die durch die Behörden immer und immer wieder kleingeredet werden.
Nach den Gerichtsurteilen 2003 verschwanden die Nazis nicht. Peter Borchert, gilt weiterhin als aktiver brutaler Nazi, welchem zur Zeit geschäftliche Beziehungen zu dem Tätowierstudio „Famous“in Neumünster nachgesagt wird.
Klemens Otto ging kurzfristig ins Gefängnis, distanzierte sich aber nie öffentlich von seinen faschistischen Aktivitäten und belügte die Presse auf die Frage seiner Zugehörigkeit in Jahren. Heute leitet er Sportangebote in Pinneberg, ging in Zigarrenclubs ein und aus und versuchte sich als Zuhälter.
Von den Behörden unbeirrt weitermachen, trotz direkter Verbindungen zu „Combat 18 Pinneberg“, konnten die Nazis um Simon Bork. So griffen diese weiter Menschen an, fuhren in Busstärke zum Rudolf-Heß-Gedenkmarsch nach Wunsiedel, zeigten ohne Gründe Antifaschist*innen bei der Polizei an, damit sie an die Daten dieser kommen und somit weiter Druck gegen diese aufbauen konnten.
Einen Übergang von Kameradschaft zu einem Zusammenschluss für die Jugend, sollte dann 2003 vor Repressalien durch die Behörden schützen. Von nun an gab sich die „Kameradschaft Pinneberg“ den Namen „Jugend für Pinneberg“.
Es folgten weiterhin Angriffe auf Menschen in Wedel, Uetersen und vermehrt in Elmshorn, Flugblattaktionen, völkische Wanderungen und 2014 eine Vernetzungsreise nach Finnland.
2015 besuchten Simon und Sönke Bork die norddeutsche Büchermesse im sogenannten Thinghaus in Grevesmühlen. Die Öffentlichkeit wird in den letzten Jahren gescheut.
Sie geben sich einen „bürgerlichen Anstrich“ und versuchen sich in der Mitte der Gesellschaft zu verankern, ohne von ihrer Ideologie abzulassen.
Sei es mit Klemptnereibetrieb in Rellingen, in Justizvollzugsanstalten, in Lager- Jobs oder so wie bis 2018 als Gala Bau Firma in Moorege.
Am 10. März 2018 fand ein klandestin organisiertes Konzert in Uetersen statt. Dort trafen sich ca. 50 Nazis aus den letzten Jahrzehnten um den Liedermacher FIEL zu lauschen.
Organisiert wurde das Konzert von Heiko Bloch, ein bekannter Nazischläger, der seit Jahrzehnten im Netzwerk verankert ist. Auf dem Konzert gab sich die Bande der norddeutschen Naziszene die Klinke in die Hand. Veranstaltungen dieser Art gelten als Netzwerkarbeit und die Festigung der alten und neuen Strukturen.
So war an diesem Abend der NPD Landesvorsitzende Lennart Schwarzbach anwesend. Schwarzbach schafft es zur Zeit in die Medien, da er seinen alten Fußballverein TUS Appen verklagt, da diese Nazis nicht in ihren Reihen dulden wollen!
Weitere Gäste waren Joachim Saecker alias Joe Holsten aus Rellingen, ihm wird eine führende Rolle in der nationalsozialistischen Geschäftswelt nachgesagt, zugleich fiel er Antifaschist*innen immer wieder als Gewalttätig und Angriffsaffin auf. Saecker hält beste, freundschaftliche Kontakte zu dem kanadischen Vandalen und Tätowierer David Allan „Griffin“ Surette. „Griffin“ ist eine Leitfigur des seit 2000 in Deutschland verbotenen Terrornetzwerk „Blood and Honour“ und unterhielt ein Tätowierstudio in Berlin.
Aus Elmshorn nahmen Simon und Sönke Bork teil. Simon Bork war eine Schlüsselfigur der Kameradschaft Elbmarsch. 2014 stachelte er zwei junge Nazis dazu an, sich einen Antifaschisten zu greifen, um diesen O-Ton „wegzumachen“. Dieser Angriff fand statt. Die beiden Nazis rannten mit abgebrochenen Flaschenhälsen auf den Antifaschisten zu. Nur durch Selbstschutz, konnte die zum Angriffszeitpunkt 3-köpfige Gruppe den Angriff abwehren.
Straffrechtliche Verfolgung in Richtung Nazis Fehlanzeige. Platzverbot für Antifaschist*innen, die ihr Leben verteidigten, eine Selbstverständlichkeit für die Elmshorner Polizei.
Simon Bork trat für die NPD in Elmshorn an und platzierte sich eine Zeit in deren Reihen. In dieser Zeit formierten sie sich namentlich um und titulierten sich fortan als: „Jugend für Pinneberg“. In ihren Reihen tummelten sich ca. 30 Nazis aus dem Kreis Pinneberg. Eine weitere führende Rolle nahm zu dieser Zeit Alexander Jäger ein.
Sein Bruder, der Wedeler Christoph Miron Jäger, war im Jahre 2000 der Gründer der „Kameradschaft Elbmarsch“ in Wedel und mindestens Anhängsel der FAP. Die KS Elbmarsch sorgte für eine Welle brutalster Gewalt in Wedel, Pinneberg, Elmshorn, Buxtehude, Stade, Tostedt. Angriffe waren hier fast an der Tagesordnung.
All diese Dinge passieren, wenn wir wegschauen, wenn wir nicht informieren, wenn sich Menschen nicht sensibilisieren können! Wir werden nicht wegschauen!

An die Landesregierung: Macht Schluss mit der Heranziehung des Landessicherheitsüberprüfungsgesetz und die daraus in diesen Fällen angewandte Verschlusssachenanweisung zur Einstufung der Vertraulichkeit. Es geht um Nazis!
Wir wollen wissen was Nazis gestern getrieben haben, was sie heute treiben und was sie für morgen geplant haben, um alles Erdenkliche zu tun, dass vergangenes nie wieder geschieht!
Keinen Schritt zurück – Nationalsozialistische Aktivitäten, Strukturen aufdecken und benennen! Das Schweigen brechen!
No Pasaran!

Ein kurzes Video von der Demonstration ist hier zu sehen.

Demonstration: Das Schweigen brechen – Rassismus und rechten Terror bekämpfen!

Das Schweigen brechen – Rassismus und rechten Terror bekämpfen!

Demonstration: 28.10.2019 – 19 Uhr Rathausplatz/Bahnhof Wedel

Vor wenigen Wochen wurden in Wedel rechte Drohbriefe verschickt die mit “Combat 18 Deutschland” unterschrieben wurden. Die Behörden und die Stadt Wedel reagierten darauf, in dem den Betroffenen gesagt wurde, dass
von den Drohbriefen keine Gefahr ausgeht und es keine bekannte Nazi-Szene in Wedel gibt.

Gerade im Angesicht des nicht-aufgeklärten NSU-Komplex, dem Mord an Walter Lübcke im Juni und dem antisemitischen und rassistischen Terroranschlag in Halle finden wir das Verschweigen der rechten Drohung und den verharmlosenden Umgang skandalös!

Die Vergangenheit hier im Kreis Pinneberg, als faschistische Hochburg in der Region, erlaubt zudem nicht im Ansatz ein Verschweigen von extrem rechten Tendenzen.

In den 90er und 00er Jahren terrorisieren Nazigruppen immer wieder mit ihrer menschenverachtenden Ideologie. Die Kameradschaft Pinneberg und “Combat 18 Pinneberg” griffen immer wieder Menschen an und verletzten
diese zum Teil schwer. 2003 wurde “Combat 18 Pinneberg” zerschlagen. Seit Oktober 2019 untersucht die Generalbundesanwaltschaft im Mordfall Lübcke, ob die Tatwaffe eventuell im Umkreis von „Combat 18 Pinneberg”
verkehrte.

Wir fordern eine detaillierte und offene Auseinandersetzung mit rechten Bedrohungen, rassistischer Gewalt, Antisemitismus und Antifeminismus –
um diese auch ernsthaft bekämpfen zu können!

Antifa Pinneberg – Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg

Gemeinsame Anreise aus Altona | 18:15 | Bahnhof Altona/Ottenser Hauptstraße (vor Burger King)

Antifa Café in Pinneberg – Veranstaltung mit Dariush Beigui

Wir möchten hier nochmal Werbung machen für das Antifa Café was gerade eine Jugendgruppe im Geschwister-Scholl-Haus in Pinneberg macht.

Aus der Ankündigung zum nächsten Café.

>> Beim Antifa Café am 24. Oktober wird der Hamburger Kapitän Dariush Beigui von den katastrophalen Folgen der europäischen Abschottungspolitik im Mittelmeerraum berichten. Er selbst war an diversen Rettungsmissionen, unter anderem auf der Iuventa für Jugend Rettet, beteiligt und wird zusammen mit anderen seither von Repression italienischer Strafverfolgungsbehörden bedroht.<<

Donnerstag 24. Oktober ab 19 Uhr im GSH
(Geschwister-Scholl-Haus), Bahnhofstraße 8, Pinneberg

Aufstehen gegen Nazi-Terror und rechte Gewalt – Wir vergessen Björn Söderberg nicht – Zusammen gegen Faschismus!

Heute am 12. Oktober haben wir in Wedel vor den Toren Hamburgs mit einer Flyer-Aktion und einem Banner an Björn Söderberg und allen Opfern rechter Gewalt gedacht.

Erst vor wenigen Wochen wurden Drohbriefe an unterschiedliche Betroffene in Wedel verschickt.

Wir möchten mit dieser Aktion gegen die übliche Verharmlosung von rechter Gewalt und Terror vorgehen.

Auch die Reaktionen in Politik und Medien, auf den antisemitischen und rassistischen Anschlag in Halle hat wieder gezeigt, wie schlecht die deutsche Gesellschaft nach wie vor aufgestellt ist, um dem Terror von Rechts die Stirn zu bieten.
Ein rechter Terroranschlag ist weder „unvorstellbar“ noch ein „Alarmzeichen“. Alarmierend ist aber, wie perplex die Politik auf Lübcke und Halle reagiert.
Es ist bereits jetzt deutlich geworden, dass die Taten eine direkte Folge der rassistischen Mobilisierungen auf der Straße ist. Dieser Terror von rechts ist sowohl mit dem NSU-Komplex als auch mit dem AfD-Umfeld verbunden.

Aufstehen gegen Nazi-Terror und rechte Gewalt – Wir vergessen Björn Söderberg nicht – Zusammen gegen Faschismus!

Am 12 Oktober 1999 wurde der schwedische Gewerkschafter Björn Söderberg von Neonazis in Stockholm ermordet. Der Mord war ein Racheakt, da Söderberg sich an seinem Arbeitsplatz gegen Faschismus und Rassismus einsetzte. Dadurch verlor ein Nazi aus der organisierten Szene in Schweden sein Job.

Nach dem Mord und weiterem Nazi-Terror fanden eine Vielzahl antifaschistischer Aktivitäten der verschiedenen Spektren in Schweden statt. So taten sich die vier größten Zeitungen Schwedens in einer außergewöhnlichen Aktion zusammen. Am 30. November 1999 veröffentlichten alle denselben Bericht, in dem Namen und Gesichter der 60 führenden Nazi-Ideologen in Schweden offengelegt wurden.

Heute am 12. Oktober 2019 werden Antifaschist*innen und Gewerkschafter*innen Björn Söderberg in Stockholm mit einer Demontration gedenken und wir hier.

Warum wir dieses Flugblatt in Wedel verteilen? – Zum einen finden wir es wichtig allen Betroffenen von rechter Gewalt zur Seite zu stehen, zum anderen möchten wir an alle Opfer dieser Gewalt erinnern. Ein weiterer Grund liegt im folgendem:
Vor wenigen Wochen wurden Drohbriefe an unterschiedliche Betroffene in Wedel verschickt. Diese sind unterschrieben mit “Combat 18”.
“Combat18” ist ein weltweit agierendes militantes Nazi-Terror-Netzwerk. In ihrem Namen werden Angriffe durchgeführt und Täter als “einsamer Wolf” tituliert. Auch mit den Betroffenen dieser Drohung möchten wir uns heute solidarisieren – Der Weg uns mit den Opfern rechter Gewalt zu solidarisieren, ist unser fester Bestandteil den Kampf gegen den Faschismus zu führen.

Stellen wir uns auf der Arbeit, in der Schule und bei unseren Nachbarn gegen die Hetze von AfD, NPD, Pegida und alle anderen Ewiggestrigen. – Für eine solidarische Gesellschaft!

Vi minns Björn Björn Söderberg – Wir erinnern uns an Björn Söderberg

Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg

Das neue Antifa Infoblatt (AIB) Nr. 124 ist da

Ti­tel­the­ma der 124. Aus­ga­be des An­ti­fa­schis­ti­schen In­f­o­blatts ist: White Power Terrorists – Rassistisch Motiviert Und Digital Vernetzt. Wei­te­re The­men sind unter an­de­rem:Für eine antifaschistische Klimagerechtigkeit, Braune Zellen in Schweden, Rechter Terror in den USA, @polizeiberlin – Instrument zur politischen Einflussnahme, “Kein Raum der AfD”, Das Gedenken an Patrick Thürmer.
Erhältlich wie immer in den Läden eures Vertrauens ( Infoladen Schwarzmarkt, Schanzenbuchhandlung ) oder direkt beim AIB

>>Combat 18 Deutschland<< Drohbrief im Kreis Pinneberg

In Wedel im Kreis Pinneberg wurde ein Drohbrief der mit “Combat 18 Deutschland” unterschrieben wurde u.a. ans Wedel-Schulauer Tageblatt und den A.Beig Verlag Pinneberg verschickt. In dem Schreiben wird von Exempeln die in “Qualität bundesweit Beachtung” findenden werden an, “Einzelpersonen, Gruppen und Einrichtungen” gesprochen, wenn nicht “deutschblütige Jugendliche vor Übergriffen” bewahrt werden.

Was mit Exempel gemeint ist hat der Mord am nordhessischen Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) am 2. Juni 2019 gezeigt.

Im Jahr 2012 gründete sich die Neonaziorganisation «Combat 18» („Kampfgruppe Adolf Hitler“) Deutschland. «Combat 18» (C18) Deutschland ist die „autorisierte“ deutsche Division eines internationalen Netzwerks von C18-Gruppen, die sich als eine weltweite Bruderschaft verstehen und organisatorisch und sozial eng verbunden sind. Regionale Schwerpunkte in Deutschland bilden der Raum Dortmund, Ostholstein, Thüringen und Nordhessen. Von ca. 50 Personen lässt sich eine Mitgliedschaft in «Combat 18» Deutschland belegen. Dutzende weitere Neonazis tauchen regelmäßig in Personenzusammenhängen von «Combat 18» Deutschland auf und/oder beziehen sich auf die Organisation, doch bei ihnen fehlen Nachweise für eine Mitgliedschaft.

Auch schon vor 2012 traten in Deutschland «Combat 18»-Gruppen auf. Bekannt aus dem Kreis Pinneberg, die Gründung von «Combat 18 Pinneberg» 2001 durch ehemalige Aktivisten der «B&H-Sektion Nordmark». Die Gruppe lass übersetzte Passagen des englischen C18-Handbuches, besorgten Waffen und legten Feindlisten an. Der Anführer war der Hamburger Klemens Otto. Die Aktivitäten der Gruppe bestanden unter anderem darin, dass sie die Security von Konzerten von «Blood & Honour» Europe stellte, mit indiziertem bzw. verbotenen RechtsRock-Produktionen und mit «Combat 18»-Merchandise handelte und Morddrohungen an politische Gegner verschickte.
Im August 2001 fand die Polizei beim «Combat 18» Pinneberg-Mitglied Markus Naujok eine Liste mit Namen, Anschriften und Lichtbildern von Politikern, Gewerkschaftsangehörigen, Polizeibeamten und Linken, die nach Einschätzung der Polizei Parallelen zu einer „Redwatch“-Liste des britischen «Combat 18» aufwies.
Im Oktober 2003 wurden dann im Zusammenhang mit «Combat 18» Pinneberg 50 Objekte durchsucht. Der Vorwurf lautete Bildung einer kriminellen Vereinigung, die Polizei fand Schusswaffen, ein Kassenbuch und „Anti-Antifa“-Listen.

Mehr Hintergrund zu >>Combat 18<< gibt es bei exif-recherche hier: exif-recherche.org & exif-recherche.org