Interview mit Renoize zum Gedenken an Renato Biagetti

Hallo Renoize!

Wir sind Antifa Pinneberg – Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg,eine Antifaschistische Gruppe aus dem Norden von Deutschland und kommen aus dem Kreis Pinneberg. Eine Region von mehreren Vorstädten von Hamburg.

Wir sind schon seit weit mehr als 20 Jahren in der Region aktiv und begleiten seit Jahrzehnten auch internationale Proteste und Gedenkveranstaltungen für ermordete Antifaschist*innen.

Wir freuen uns sehr, dass wir mit euch sprechen können, auch wenn der Anlass wieder einmal ein sehr Trauriger ist…

Stellt euch doch gerne einmal vor!

Hallo an euch. Wir sind Genoss*innen aus Südrom, insbesondere aus dem seit 23 Jahren besetzten Raum Acrobax. Wir sind Aktivisten der sozialen Kämpfe in Italien und so weit wir können auch weltweit. Wir sind antisexistisch, antirassistisch und antifaschistisch (was die ersten beiden einschließt). Vor mittlerweile 20 Jahren ging unser Antifaschismus, durch den Mord an unseren jungen Genossen, Bruder und Freund unserer Gemeinschaft, Renato Biagetti, in Fleisch und Blut über. Seitdem hören wir nicht auf, Antifaschismus auch in seinem Gedenken zu praktizieren.

Am 27. August 2006 wurde Renato Biagetti ermordet. Wer war Renato Biagetti? 

Renato Biagetti war ein 26-jähriger Junge, geboren und aufgewachsen in Südrom. Er hatte gerade erst die Ausbildung zum Toningenieur abgeschlossen. Genau wie sein älterer Bruder Dario, Aktivist bei Acrobax und Gründer der “All Reds Rugby Roma”, hatte Renato eine Leidenschaft für Musik, und deshalb ging er auch gern in die Stadtzentren, wo man ihn bei Konzerten und Techno-Partys immer „unter dem Subwoofer“ finden konnte.

Was ist am 27. August 2006 passiert? 

In der Nacht vom 26. auf den 27. August 2006 geht Renato auf eine Reggae-Party am Strand der römischen Küste. Zwei sehr junge Neofaschisten mit keltischen Tätowierungen auf dem Arm und dem Hass im Herzen greifen ihn und andere Freunde an. Er stirbt an acht Messerstichen. Einer davon so heftig, dass der Griff des Messers Spuren an seinem Körper hinterlässt.

Es war eine Spätsommernacht am Meer, die voller Liebe, Musik und Lachen sein sollte…

Graffiti für Renato Biagetti im Kreis Pinneberg, August 2026

Wie reagierte die Polizei, Politik und die Presse auf den Mord?

Einer der beiden Angreifer ist der Sohn eines Carabinieri, und sofort sprachen Polizei und Presse von einer „Rauferei unter Halunken“ nach dem Verlassen der Feier.

Opfer und Täter werden auf die gleiche Ebene gestellt.

Es wird geschrieben, dass „die Politik damit nichts zu tun hat.“

In jener Zeit begann man, die Geschichte neu schreiben zu wollen und von Versöhnung zwischen Faschisten und Antifaschisten zu sprechen. Das geschah, weil neue rechtsextreme Kräfte den Weg in die Politik und die Institutionen eingeschlagen hatten, sich Anzug und Krawatte anzogen und versuchten, sich reinzuwaschen.

In Wirklichkeit waren die Jahre alles andere als friedlich. In Schulen, Universitäten und auf den Straßen bahnten sich die Neonazis weiterhin mit brutalen und äußerst gewalttätigen Angriffen ihren Weg.

Was waren eure (ersten) Reaktionen? 

Nur wenige Monate zuvor hatten wir einen anderen Kameraden verloren, Antonio, der bei einem Arbeitsunfall gestorben war, und ganz Rom war mit Sprüchen gegen Instabilität und mangelnde soziale Absicherung, bedeckt: „Denn man stirbt eher an der Arbeit, wenn man in Unsicherheit und instabilen Zeiten lebt“.

Als Renato getötet wird, ist der Schmerz unerträglich gewesen, aber wir verstanden es trotzdem, dass wir nicht zulassen durften, dass sein brutaler Mord als Schlägerei unter Jugendlichen dargestellt wird. Sofort haben wir angeprangert, dass Renato, wie nur drei Jahre zuvor DAX, vorsätzlich von faschistischer Hand getötet wurde und dass wir keinerlei Gleichgültigkeit zwischen uns und ihnen, zwischen unseren sozialen Kämpfen und ihrer Gewalt, um der Gewalt willen akzeptieren werden.

Die erste große Demonstration zog genau über jenes römische Küstenstück, an dem die extreme Rechte versuchte, sich zu etablieren.

Seitdem kehren wir jedes Jahr am 27. August, eng um Mama Stefania und den von ihr gegründeten “Comitato di Madri antifasciste per Roma città aperta” (Ausschuss der antifaschistischen Mütter für Rom – offene Stadt), alle zusammen nach Focene an diesen Strand zurück, um an Renato zu erinnern, um das Recht zu bekräftigen, öffentliche Räume frei zu nutzen, ohne uns einschüchtern zu lassen, ohne je einen Schritt zurückzumachen.

In Acrobax ist ein Proben- und Aufnahmeraum im Namen von Renoize (Renatos Spitzname, als Musiker) entstanden: Hier wird Musik geteilt, gelehrt, ausprobiert und frei produziert.

Musik ist auch das Herz des Festivals, das seit mittlerweile 18 Jahren Renatos Träume zum Leben erweckt und ihm eine Seele gibt. Bei “Renoize” finden außerdem Begegnungen und Geschichten über Kämpfe und Widerstände statt, denen Gehör verschafft werden soll, sowie Shows, Poesie, Sport und Spiele – alles im einzigen unabhängigen antifaschistischen Festival in Rom, das vollständig aus eigener Finanzierung besteht und selbst verwaltet wird.

Was ist für dieses Jahr geplant?

Dieses Jahr ist das zwanzigste Jahr seit der Ermordung von Renato.

Renoize „Venti di Renato“ findet am 3. und 4. September im Acrobax, dem besetzten sozialen Raum im Süden von Rom statt, Dort werden Konzerte gespielt und alle Initiativen und Menschen werden dort im Camp unterkommen können. Am Morgen des 5. September findet die Veranstaltung “Free All Antifa” statt und am Nachmittag verlassen wir schließlich den besetzten Raum, um in einem Umzug durch die Straßen dieser Stadt zu ziehen, die Straßen des Widerstands seit 20 Jahren und seitdem eine rebellische und nie gezähmte Seele bewahrt. Eine Stadt, die uns im letzten Jahr riesige mobilisierte Wellen gegen den Genozid in Palästina beschert hat und massenhaft das „Alles blockieren“ praktiziert hat. Eine Stadt, in der jedoch, wie in vielen anderen Städten in Italien, Europa und der ganzen Welt, Spekulation und Gentrifizierung voranschreiten. Wo große private Kapitalisten immense Profite anhäufen, die sie dann für ihre Pläne zur Unterstützung von Kriegen und Kolonialismus ausgeben. Städte, in denen für Studierende oder Berufstätige die Lebenshaltungskosten immer unerträglicher werden. Wo Migrant*innen und neue Generationen zunehmend Repression und Polizei ausgesetzt sind, wo soziale Unsicherheit sich in Wut und Brutalität verwandelt, genährt von der Propaganda von Faschisten und Rassisten.

20 Jahre später wollen wir einmal mehr die Erinnerung und Praxis des Antifaschismus in den Mittelpunkt und auf die Straße tragen, uns als Subjekte, Altersgruppen und verschiedener Herkunftsländer zusammenfinden, auch wenn wir unterschiedlich sind, aber vereint durch den Wunsch, für eine Welt zu kämpfen, in der Faschismus schlichtweg keinen Platz hat.

Der Mord an Renato Biagetti ist nicht der einzige Mord in Rom/ Italien bei dem die Täter aus der extremen rechten Ecke kommen. Schon 1980 wurde Valerio Verbano, am 22. Februar in Rom von Faschisten ermordet. In Mailand wurde am 16. März 2003 Davide Cesare (Dax) ermordet.

Im März 2023, beim zwanzigjährigen Gedenken an Dax, wurde die Premiere von „Brucia Ancora Dentro“ vorgestellt.

Ein Film zu Davide Cesare und dass über Generationen übergreifende Gedenken an ihn. Über Valerio gibt es von Zerocalcare einen Comic. Zerocalcare ist auch in Deutschland den Leuten ein Begriff u.a. durch die Comics zu Kurdistan/Rojava und durch die „Free all Antifa“ Kampagne im Zuge der Repression gegen die Genoss*innen im Budapest-Komplex und dem Comic zu Maja. Gibt es zu Renato Biagetti auch solche ansetze des Gedenken, ein Comic, Buch oder Film? 

Kurz nach dem Tod von Renato, gerade um die Gewalt eines neuen Faschismus anzuprangern, der sich sauber und postfaschistisch präsentierte, haben wir eine Untersuchung erstellt, die über 88 gewalttätige Angriffe durch Faschisten dokumentierte. Zerocalcare, den ihr kennengelernt habt, war von Anfang an immer bei uns, und zusammen mit Errepush hat er zuerst einen Comic mit dem Titel „Die Politik hat nichts damit zu tun“ und dann „Nächste Haltestelle“, veröffentlicht bei Kairos, eine Sammlung von Comics und Beiträgen, die ein Stück dieser Geschichten und antifaschistischen Beziehungen umfasst, von denen wir oben gesprochen haben.

Außerdem haben die Genoss*innen von Dax, auch als Zeugnis der Verbindung, die uns von Anfang an vereint, dank der für „Brucia ancora dentro“ geführten Interviews ein Dokumentarvideo mit dem Titel „Venti di Renato“ erstellt, das seine Geschichte und diese 20 Jahre Initiativen zu seinem Gedenken und zur Aufrechterhaltung des antifaschistischen Engagements erzählt.

Dieses Jahr wurde schließlich auch offiziell während des Radio Onda d’Urto Festivals in Brescia das neue Buch von cronache ribelli und antifanzine „Storie per Renato“ vorgestellt, mit zahlreichen Beiträgen, die diese 20 Jahre Erinnerung und Widerstand verweben.

Die Website ionondimentico.noblogs.org wurde erneuert und beherbergt das Programm und die Beiträge dieser wichtigen Ausgabe.

Valerio Verbano, Davide Cesare und Renato Biagetti sind ja nicht die einzigen Menschen die von extrem Rechten, Neonazis, Faschisten ermordet wurden, weder in Italien noch in Europa oder darüber hinaus.

In Deutschland gibt es weit über 200 Tote durch rechte Gewalt seit 1990.

Steht ihr im Austausch mit weiteren Initiativen die sich für das Gedenken einsetzen, z.B. an Carlos Palomino in Madrid oder an Clément Méric in Paris?

In Italien war der Antifaschismus schon immer ein gemeinsamer Boden für die unterschiedlichsten Seelen der Bewegung, auch wenn man sich viel zu oft in allen anderen Fragen unterscheidet. Wir sind alle mit der Erinnerung an Valerio Verbano aufgewachsen, genauso wie wir uns von Anfang an mit den Genoss*innen in Mailand nach der Ermordung von Dax zusammengeschlossen haben und in den folgenden Jahren.

Rosa, Davides Mutter, ist eng verbunden mit Stefania, der Mutter von Renato, und kommt jedes Jahr nach Rom für Renoize. Eine emotionale Verbindung, die Heidi Giuliani, die Mutter von Carlo Giuliani, oder Lino, der Vater von Federico Aldovrandi, umfasst. Auch mit den “Müttern für Rom, offene Stadt”, sind wir oft nach Paris für Clement gefahren, genauso wie nach Mexiko oder Palästina. Der Antifaschismus hat tiefe Wurzeln und reicht über alle Grenzen hinaus, da er von Natur aus solidarisch und internationalistisch ist. Schließlich ist es für uns wirklich wichtig, dass während der Renoize-Tage die erste Versammlung die Kampagne “Free All Antifas” eröffnet. Für die internationale antifaschistische Solidarität, die für uns schon immer ein sehr mächtiges Selbstverteidigungsinstrument ist, ein wichtiger Beitrag!

Es gibt weltweit einen Zulauf an extrem rechten Strömungen, Gruppen und Parteien. Auch vor Italien macht dieses Phänomen keinen Halt und man findet es auch in der aktuellen Regierung wieder. Was ist für euch in Italien oder speziell in Rom die größte Herausforderung aktuell? 

In diesem Jahr, in dem wir gerade auch den 25. Jahrestag der Mobilisierungen nach Genua 2001 gegen den Gipfel der westlichen Großmächte des G8 erinnert haben und nach den enormen, aber immer noch unzureichenden Mobilisierungen gegen den Völkermord und die Besatzungsbesiedlung in Palästina, erscheint es uns immer offenkundiger, dass die Herausforderungen, denen wir in unseren Gebieten gegenüberstehen, globale Herausforderungen sind. Überall und vor allem in den sogenannten (Sozial)Demokratien in der Krise, treten autoritäre und nationalistische Kräfte auf, die anti-migrantische Rhetorik schwingen, um die völlige Unterwerfung angesichts der Übermacht privater Finanzgiganten zu verschleiern versuchen. Es werden Sozialleistungen und Löhne gekürzt, es gibt keine Perspektive oder Visionen für eine ökologisch und sozial nachhaltige Zukunft, man schaut stattdessen nur auf Aufrüstung und Krieg als Mittel der Kolonisierung und Eroberung. Diese Herausforderungen verbinden die jungen Generationen, von den dienstpflichtigen Deutschen bis hin zu denen in Indien, die sich in der “Bewegung der Kakerlaken” zusammenschließen, oder in Korea mit den Mobilisierungen der “GenZ.” Deshalb wollen wir in diesem Jahr versuchen, gemeinsam während Renoize eine Reise zu machen, bei der wir über vier R nachdenken: Erinnern, Sich erkennen, Widerstehen und Von Neuem starten. (4 R: Ricordare, Riconoscersi, Resistere e Ripartire.)

Was wünscht ihr euch für das diesjährige Gedenken an Renato und gib es einen Unterschied zu den anderen Jahrestagen? 

Dieses Jahr, nachdem wir uns unter die Mitstreiter*innen aus der ganzen Welt auf den Booten der Global Sumud Flottille Richtung Gaza gemischt haben, würden wir gerne daran arbeiten, eine internationalere Teilnahme zu ermöglichen. Also danke euch für diese Gelegenheit der gebenden Worte. Wir hoffen, dass ihr am Festival und am Zeltlager bei Acrobax teilnehmen könnt, wo wir euch unterbringen können.

Wie können wir, die weder aus Rom, noch aus Italien kommen, an Renato bei uns zuhause erinnern? 

Es ist auf jeden Fall möglich, Comics, Texte und die Dokumentation auch außerhalb Italiens zu teilen und damit zu arbeiten, Geschichten und Erinnerungsfäden zu verknüpfen, um eine gemeinsame Sprache und damit einen gemeinsamen Raum der Mobilisierung für alle Antifas zu schaffen.

Wir freuen uns euch im September zu besuchen, da wir fest daran glauben, rechte Gewalt und Repression gegen linke Bewegungen haben auf der Welt unterschiedliche Stufen und Ausprägungen und brauchen so auch unterschiedliche Antworten.

Der direkte Austausch dient dazu voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu unterstützen, und uns Mut für alles komende zuzusprechen!

Herzlichen Dank für das Interview – Wir sehen uns im September in Ostiense/Rom – Antifaschistische Grüße aus dem Kreis Pinneberg.

Gibt es noch etwas was Ihr sagen möchtet?

Gerade heute, während wir schreiben (16. August), wurde ein palästinensischer Freund von uns nach 3 Jahren und 7 Monaten administrativer Haft aus israelischen Gefängnissen freigelassen, also ohne Anklage und ohne Prozess. Bilal ist schon oft nach Italien gekommen und besonders nach Renoize, so wie wir schon viele Male und seit vielen Jahren ins Flüchtlingslager Aida gegangen sind, wo noch immer ein Wandbild von Renato hängt und wo Bilal heute endlich zurückkehren konnte. Mit dem Bewusstsein, dass der Kampf für diejenigen, die noch in Gefängnissen sind und unter Besatzung leben, weitergeht, feiern wir heute ein Stück wiedergewonnene Freiheit.



Wandbild von 2015 für Renato im Flüchtlingslager Aida bei Bethlehem

Antifa-Demo in Elmshorn

Am 22. August 2026 demonstrierten rund 80 Menschen unter dem Motto „Entschlossen gegen den Rechtsruck – den Faschisten die Straße nehmen!“ in Elmshorn.

Den Demonstrant*innen lässt sich nicht vorwerfen nur Schönwetter Demonstrant*innen zu sein, da die Demonstration sich doch zeitweise durch strömenden Regen mit starkem Wind vom Bauerweg, über den Alten Markt bis zum Holstenplatz bewegte.

Von Passant*innen wurde die Demonstration gemischt aufgefasst, von Zustimmung bis Ablehnung. In Gesprächen mit kritischen Passant*innen wurde eingeräumt, die Ideen der AfD werden für die Menschen hier keine Verbesserung der Lebensbedingungen sorgen. Auch das Anliegen der Demonstration und die in Redebeiträgen vorgebrachten Argumentation sei schon richtig und kommt allen Menschen zugute. Erschreckend war, dass man auch in wenigen Sätzen auf offene Verherrlichung vom Nationalsozialismus treffen musste.

Die von der Autonomen Antifa Elmshorn organisierte Demonstration war eine gute Gelegenheit einmal in einem anderen Rahmen aktiv zu werden und eine gute Ergänzung zu den Offenen Antifa Anlaufstellen im Kreis Pinneberg, wie dem OAT Elmshorn und die Präsenz und Ansprechbarkeit durch Infotische.

Hier dokumentieren wir unseren Redebeitrag:

Moin!
Schön, dass es doch einige hierher geschafft haben, es ist ja heute nicht die einzige Versammlung in Schleswig-Holstein, so finden z.B. in Wedel, in Heide und in Ratzeburg auch Kundgebungen und Demos gegen den Sozialkahlschlag statt.

Oft heißt es „… für eine Demokratie lässt sich leichter kämpfen, solange sie besteht.“

Aber was heißt das eigentlich für uns?

Klar, wir leben in einer Demokratie, aber geht es hier allen gleich gut und gibt es die gleichen Rechte für alle? – Wir würden das verneinen!

Es gibt eine extreme & spürbare Ungleichheit zwischen den Besitzenden und denen die wenig bis nichts ihr eigen nennen können und diese Spaltung wächst immer weiter.

Wenn wir auf die Straße gehen, kann es also keinesfalls darum gehen, dass wir ein Status quo verteidigen, sondern wir müssen uns auch genau gegen diesen Ist-Zustand richten, der diese massive Ungleichheit zwischen oben und unten zementiert und weiter vorantreibt, auch mit einem autoritären Staatsumbau werden wir keinen Frieden finden!

Aktuell wird rechte Politik von der Bundesregierung aus der CDU und der SPD unter Friedrich Merz umgesetzt, so wie vorher schon von SPD, Grünen und FDP unter Olaf Scholz, im besonderen wenn man sich die Migrationspolitik anschaut.

Es ist ein Irrglaube, wenn man annimmt, dass diese Parteien, die sich selbst als Mitte bezeichnen, von einer AfD allein dort hingetrieben wurden!
Bei Abstimmungen gab es zwar eine ausgesprochene Brandmauer, zumindest bis zum Zeitpunkt als Merz sie 2025 im Bundestagswahlkampf eingerissen hat, es war aber nie eine Brandmauer gegen Inhalte und Ideen der extrem Rechten, deren parlamentarische Arm die AfD ist.

Es wird von allen genannten Parteien auf einen gleichen Ideenfundus zurückgegriffen und nach unten getreten und geschimpft.
Nicht zuletzt, aktuell beschleunigt durch zahlreiche Krisen, hat die umgesetzte Agenda 2010 von der SPD und Grünen unter Gerhard Schröder, die zu einer großen Anzahl von prekären Arbeitsbedingungen gesorgt hat, für einen Aufstieg der extremen Rechten in Deutschland mit gesorgt!

Der aktuelle Bundeskanzler Friedrich Merz beschimpft die Menschen hier als Faul und möchte weniger Menschen mit Migrationsgeschichte auf den Straßen sehen, inhaltlich ist das auch nichts anderes als das was eine AfD in nur etwas verschärfter Form fordert.

Der Rechtsrutsch ist keine Reaktion auf eine in Anführungszeichen „woke-links“ geworden Mitte, sondern der Entwurf einer herrschenden Klasse.

Sonst wäre weder ein ehemaliger Aufsichtsrat von BlackRock hier Kanzler, noch würde sich der aktuelle reichste Mann der Welt Elon Musk, weltweit für extrem Rechte Parteien stark machen –
alle die nicht gerade in einem übermäßigen Reichtum leben, haben von dieser Politik nichts zu erwarten und erst recht keine sozialen Verbesserungen, außer dass was wir schon kennen, mehr arbeiten, weniger Lohn, gammelige Schulen und Universitäten, marodes Schienen und Straßennetz, steigende Mieten, schlechtere Gesundheitsversorgung, Lebensmittelkosten, die Menschen immer mehr in die sozialen Küchen und Kaufhäuser drängt.

Dabei ist es keineswegs so, dass kein Geld da wäre, es wird nur nicht dafür genutzt die Lebensbedingungen der Menschen hier zu verbessern.

Milliarden Euro wurden für die Rüstungsindustrie locker gemacht, mit dem Versprechen eines wirtschaftlichen Wachstums. Dabei zeigt sich, Investitionen in Umwelt, Bildung und Gesundheit erzeugen zwei bis dreimal höhere konjunkturelle Auswirkungen als in Rüstung. Es ist eine Farce!

Als Antifaschst*innen stand für uns schon immer fest:

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

So haben wir uns auch nicht nur bei den jährlichen Demonstrationen und Aktionen rund um den Antikriegstag in Dortmund eingebracht, wo jahrelang Neonazis aufmarschiert sind, sondern haben auch zu den „War starts here“-Camps in der Altmark mobilisiert.

So wie wir uns jetzt auch wieder gegen Rüstung und Wehrpflicht aussprechen und für eine Welt des Frieden eintreten!

Als Antifaschist*innen haben wir uns nie nur direkt Neonazis und anderen extrem Rechten, mit allen nötigen Mitteln in den Weg gestellt, sondern uns in viele weitere soziale Kämpfe eingebracht.
Ob es bei Gipfelprotesten oder Klimaprotesten, schon lange bevor es überhaupt sowas wie „Fridays for Future“ gab.
Ferner kämpfen wir mit der Gewerkschaft am Arbeitsplatz oder im Sportverein, für Mitbestimmung und Gleichberechtigung und gegen rechte Hetze.

Wir müssen uns für mehr Mitbestimmung einsetzen!

Wenn es heißt „… für eine Demokratie lässt sich leichter kämpfen, solange sie besteht.“ sollten wir draus eine Demokratisierung der Demokratie machen, die Gesellschaft wie Politik umfasst!

Nächstes Jahr, im April 2027 wird in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag gewählt, nach heutigen Wahlumfragen wird die faschistische AfD in den Landtag einziehen.

Und auch das ist Rechtsrutsch! Am 17.10.2020 führ der Neonazi und AfD Mitglied Melvin Schwede, bei eine rechten und rassistischen Auto-Attacke gezielt vier Antifaschist*innen mit einem Auto auf dem Gehweg um, am Rande einer AfD Veranstaltung im Bürgerhaus Henstedt-Ulzburg, nur durch Zufall wurde niemand tödlich verletzt. Bis heute ist die Gemeinde und die Parteien nicht Willens, weitere AfD Veranstaltungen im Bürgerhaus zu untersagen, obwohl anders als von ihnen behauptet sie die Möglichkeit dazu haben.

Heute vor genau 46. Jahren wurden in Hamburg von Neonazis der „Deutsche Aktionsgruppen“ die zwei vietnamesischen Bewohner der Geflüchtetenunterkunft Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân bei einem Brandanschlag ermordet.

Auch ihnen möchten wir an dieser Stelle Gedenken. Châu und Lân gelten als die ersten bekannten Opfer rassistischer und rechtsterroristischer Gewalt in Westdeutschland.

Lasst uns dafür sorgen, dass es die AfD so schwer wie nur möglich hat, sowohl vor als auch nach der Wahl, egal wie sie ausgeht.
AfDler und die die sie wählen, sollen und müssen spüren, dass sie und ihre Ideen nicht erwünscht sind.
Nicht im Sportverein, auf der Arbeit, auf der Straße –
Der AfD unsere absolute Ablehnung entgegen bringen!

Antifaschistisch stabil gegen den Rechtsrutsch aller Parteien – und ihren Fans – Für die Freiheit aller Menschen – Gegen den Tod!

Siamo tutti Antifascisti!

12.08.2026 | Offenes Antifa Treffen Elmshorn

Am 12. August ist wieder Offenes Antifa Treffen Elmshorn.

Wir werden über die anstehende Landtagswahl in Schleswig-Holstein sprechen und was wir als Antifaschist*innen gegen einen weiteren Rechtsrutsch tun können.

Aktuell haben wir in Schleswig-Holstein noch die vorteilhafte Situation, dass es einen Landtag ohne Beteiligung der AfD gibt.

Auf der anderen Seite macht der Rechtsrutsch auch hier nicht halt, er wird bloß von anderen Akteuren vorangetrieben. Auch hier im Kreis Pinneberg (!) So wurde im Rathaus von Quickborn Antifa und Antifaschismus von FDP und CDU zum Feindbild erklärt. Die Grünen Elmshorn verbreiten Hasstiraden gegen “die Antifa”, weil unbekannte drei Antifa-Aufkleber auf drei ihrer Plakate angebracht haben. Das im Wahlkampf etliche Plakate von extrem Rechten zerstört und bemalt wurden, wird nicht im Ansatz thematisiert.

Die AfD wartet schon lange nicht mehr auf die sechs Wochen vor der Wahl, sondern ist schon mitten im Wahlkampf. Ersichtlich an regelmäßigen Ständen in Quickborn, Elmshorn, Rellingen und Pinneberg.

Aber auch Antifaschist*innen sind nicht untätig!

In Pinneberg gab es eine Kundgebung gegen die Politik der Bundesregierung von CDU und SPD und ihre Kürzungs- und Aufrüstungspläne. In Quickborn, Elmshorn und Pinneberg fanden Antifa-Infotische statt und für den 22.08.2026 ist in Elmshorn eine Demonstration unter dem Motto: “Entschlossen gegen den Rechtsruck” geplant.

Zusammen werden wir diskutieren und uns beratschlagen, was wir gemeinsam gegen die extreme Rechte tun können.

Kommt vorbei und bringst gerne eigene Ideen mit.

12.08.2026 | Offenes Antifa Treffen Elmshorn| 19 Uhr | Friedenstraße 2 | Elmshorn

22.08.2026 | Elmshorn | Demo: Entschlossen gegen den Rechtsruck!

Die AfD beginnt schon jetzt für die Landtagswahlen im April 2027 mobil zu machen und nimmt immer mehr Raum im Kreis Pinneberg ein. Die rassistische, sexistische und homophobe Meinungsmache der AfD darf nicht ohne Reaktion im Kreis Pinneberg stehen gelassen werden.

Also gehen wir, am 22.08.2026 in Elmshorn, gemeinsam auf die Straße und zeigen klare Kante gegen die AfD und rechte Kräfte.

22.08.2026 | 14 Uhr | Bauerweg 3 | Elmshorn | Demo:

Entschlossen gegen den Rechtsrutsch – Den Faschisten die Straße nehmen!

Konspiratives Rechtsrock Konzert in Heide (Dithmarschen)

Am vergangenen Freitag, den 24.07.2026 spielte Hannes Ostendorf, Sänger der Neonazi-Hooligan-Band Kategorie C, in Heide.

Das konspirative Konzert fand, vor einem kleinen Kreis an Anhänger*innen, in der Kneipe „Berliner Eck“, Schuhmacherort 17, statt, diese wird von Robert Mühlich und seiner Frau Jessica betrieben.

Die Kneipe “Berliner Eck” steht nicht alleine als Veranstaltungsort für konspirativ organisierte Konzerte im Kreis Dithmarschen.

Hannes Ostendorf vor der Dusenddüwelswarf, dem Denkmal, das an die Schlacht von Hemmingstedt (1500) erinnern soll. (25.07.2026)

Im vergangenen Jahr diente die Gaststätte „Zum alten Bahnhof“ in Nordhastedt, betrieben von AfDler Mario Reschke, als Spielfläche für ein konspirativ organisiertes extrem Rechtes Musik-Event.

Kein ruhiges Hinterland! Gegen rechte Raumnahme!

Aktiv gegen die Propaganda der extrem Rechten in Uetersen!

Seit geraumer Zeit taucht in Uetersen, so wie auch in weiteren Orten im Kreis Pinneberg, Propaganda aus Neonazi-Versänden und der AfD auf.

Zudem wurden Hakenkreuze und extrem rechte Parolen im Stadtbild von Uetersen verbreitet.

Schwerpunkte sind um die Hebbelstraße herum, Tornescher Weg sowie im Rosarium in Uetersen.

Solltet ihr Aufkleber, rechte Schmierereien, Treffpunkte, Versammlungen oder Übergriffe von Faschos mitbekommen, meldet euch bei uns!

Bleibt nicht alleine, nutzt die antifaschistischen Treffpunkte im Kreis, um euch zu vernetzen!

Nächstes Offene Antifaschistische Treffen vom @oat.elmshorn Mittwoch, 12.08.2026,
19 Uhr, Friedenstraße 2, Elmshorn (nähe Bahnhof).

Alle zusammen gegen den Faschismus!

Osterby – Samstag, 18.07.2026

Die Strategie einen Normalzustand für Faschisten zu etablieren durchbrechen!

Das Faschisten versuchen vorrangig den ländlichen Raum zu vereinnahmen ist keine neue Strategie, auch nicht das sie durch Ehrenämter in Feuerwehren, Sportgruppen, als Vorstände in KITA und Sprecher*innen in Schule Präsenz zeigen.
Daher gilt es dies immer wieder zu durchbrechen und die Menschen dahingehend zu sensibilisieren, dass es nicht “der nette Mensch von nebenan” ist, sondern eine Gefahr für ein gutes und friedliches Zusammenleben für alle!

Mit über 150 Menschen, aus den unterschiedlichsten Spektren (Antifa, DGB, GEW, Omas gegen Rechts, Bündnis Eck & unorganiserte Menschen aus dem Dorf und drumherum) konnten wir ein wichtiges und richtiges Signal in Osterby setzen.

In mehreren Redebeiträgen wurde auf die faschistische Gesinnung von Kevin Dorow hingewiesen, sei es als schlagender Burschenschafter oder knallharter Faschist in der AfD und damit auf die Gefährlichkeit ihn als “normalen Bürger des Dorfes” zu etablieren.

Mit Freude haben wir etliche Bürger*innen aus Osterby und die Dörfer drumherum auf der Kundgebung angetroffen. Es kam zu guten Gesprächen, indem sich für den heutigen Tag bedankt wurde und darauf hingewiesen, dass sich ab jetzt ein Runder Tisch mit der Thematik beschäftigen wird.

Als Impulsgeberinnen, aber auch als Anklägerinnen eines aufkommenden Faschismus sind wir gekommen, in der Hoffnung auf solidarische Menschen mit Mut und Willen!

Für uns ein guter Tag, für Dorow und seine 20 kaputten Fans, darunter die beiden AfDler Carsten und Berith-K. Ortfeld aus Neumünster und der zum verurteilten Totschläger Berndt Tödter Kontakt pflegende Burschenschaftler Lasse Schneider aus Bad Oldeslohe/Hamburg wohl kaum, so angesäuert wie er am Gartenzaun stand.

Viel Kraft nach Osterby –
Alle zusammen gegen den Faschismus!

Keine Party mit Kevin Dorow – Osterby ohne Faschisten!

Am Samstag will Kevin Dorow, AfD-Mitglied und Vorstandsbeisitzer ihrer Jugendorganisation „Generation Deutschland“, in der Gemeinde Osterby eine Einweihungsparty im Hause seiner Familie im Nordweg 20 veranstalten. Hier sind nicht nur prominente Gäste aus Dorows politischem Umfeld zu erwarten, auch seine Nachbar:innen aus dem Dorf hat er offensiv eingeladen. Dies ist kein Zufall, sondern Teil einer Strategie, sich als akzeptiertes Mitglied in der Dorfgemeinschaft zu etablieren und zu normalisieren. Erst kürzlich sorgte die unbedarfte Kür Dorows zum Gildekönig der Osterbyer Totengilde für Zerwürfnisse in der Ortschaft und darüber hinaus.

Denn Dorow ist nicht irgendwer. Er entstammt dem Sumpf der Kieler Burschenschaft „Alemannia Königsberg“ und ihres Dachverbands „Deutsche Burschenschaft“, die ein Tummelplatz von völkischen Nationalisten und elitären Neonazis ist. In exakt diesem Spannungsfeld lässt sich auch Dorow politisch verorten. Seine offenen NS-Bezüge brachten ihm selbst in der extrem rechten AfD ein zumindest symbolisches Ausschlussverfahren ein.

Wir werden nicht dabei zusehen, wie einer der einflussreichsten schleswig-holsteinischen AfD-Faschisten eine sichere Homebase auf dem Lande aufbaut und stehen an der Seite aller Osterbyer:innen, die sich dagegen wehren. Die Gemeinde und dort aktive Vereine und Verbände müssen handeln, sich vor einer Vereinnahmung durch Dorows menschenfeindliche Absichten schützen und seine Strategie ins Leere laufen lassen! Um dies zu bekräftigen und einen Ort zu schaffen, an dem sich der antifaschistische Widerspruch im Ort Gehör verschaffen kann, rufen wir am Samstagnachmittag zu einer Kundgebung für ein Osterby ohne Faschist:innen auf.

Gerade in Zeiten, in denen Gesellschaft und Politik immer weiter nach rechts rücken, wobei die erstarkende AfD nur eines von vielen Symptomen ist, müssen wir uns der faschistischen Raumnahme überall entschlossen in den Weg stellen. Kein ruhiges Hinterland für Kevin Dorow – damit Osterby auch weiterhin eine lebenswerte Zukunft für alle seine Bewohner:innen bietet!

Antifaschistische Kundgebung: Samstag, 18.07.2026 | 15.30 Uhr | Dorfstr./Nordweg | Osterby (RD-ECK)

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Antifaschistische Gruppen Schleswig-Holstein

Kundgebung in Pinneberg

Am Dienstagabend, den 14. Juli 2026 versammelten sich über 40 Personen in Pinneberg-Quellental zu einer Kundgebung unter dem Motto: „Für eine solidarische Gesellschaft! – Gegen Rechtsrutsch und Krise!

In mehreren Redebeiträgen wurde sich klar und deutlich gegen die Politik der CDU-, SPD-Bundesregierung ausgesprochen.

In Redebeiträgen wurde immer wieder betont, dass das Geld was angeblich gespart oder nicht vorhanden sein soll, aktuell millionenfach in die Rüstungsindustrie gepumpt wird und gleichzeitig Gesundheit, Bildung, Rente usw. zusammengestrichen wird.

Für eine weitere Profitmaximierung werden unsere gewerkschaftlichen Errungenschaften, wie der 8-Stunden-Tag, Streikrecht, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall angegriffen, dass werden wir nicht hinnehmen!

Neben dem Aufruf sich antifaschistisch zu organisieren und z.B. die antifaschistischen Treffpunkte im Kreis Pinneberg zu nutzen, wie das Antifa-Café Pinneberg und das Offene Antifa Treffen Elmshorn, wurde dazu aufgerufen sich auch gewerkschaftlich am Arbeitsplatz zu organisieren. Eine kämpferische Gewerkschaft wird kämpferisch durch ihre kämpferischen Mitglieder. Das werden wir brauchen im Abwehrkampf gegen die AfD genauso wie für Mitbestimmung und Demokratisierung im Betrieb und beim Kampf gegen verschlechterte Arbeitsbedingungen und Sozialabbau. – Ein Kampf den wir jetzt führen müssen!

Auch Passant*innen reagierten größtenteils positiv, mit einem Daumen nach oben auf die Kundgebung. Spontan ergriff ein polnischer Arbeiter das Wort und konnte von seiner Erfahrung in zwei Systemen berichten. Ihm war es noch einmal besonders wichtig zu betonen, aus welch einer menschenverachtenden Organisation der aktuelle Kanzler Friedrich Merz kommt, die deutsche Tochtergesellschaft von BlackRock, dem größten Vermögensverwalter der Welt, in der dieser als Verwalter tätig war.

Schon letztes Jahr im Juli sind wir in Elmshorn unter dem gleichen Motto auf die Straße gegangen.

Auch wir werden unsere Bemühungen, lautstark für eine solidarische Gesellschaft einzustehen, noch intensiveren müssen.

Gemeinsam mit denen die sich ernsthaft mit uns zusammen den Rechtsrutsch und das abwälzen der systematischen Krisen auf die Schwächsten der Gesellschaft entgegen stemmen.

Gegen Aufrüstung, Krieg und Sozialabbau!

14.07.2026 Kundgebung in Pinneberg: Für eine solidarische Gesellschaft!

Die aktuelle Regierung von CDU und SPD, geführt von Bundeskanzler Friedrich Merz, greift uns und unsere Errungenschaften aus gewerkschaftlichen Kämpfen massisv an! Kündigungsschutz, 8-Stunden-Tag, Jugend- & Behindertenhilfe, Renten usw. sind Ziele ihrer unsozialen Agenda.

Die geplanten Reformen sind ignorant und ein Misstrauensvotum gegenüber den Menschen die hier leben und arbeiten.

Es ist eine Reform des Klassenkampfs von oben!

Wir lohnabhänigen Menschen sollen den Preis für die Systemkrise bezahlen. Das werden wir nicht stillschweigend hinnehmen!

Es ist keineswegs so dass kein Geld da wäre, es wird nur nicht dafür genutzt die Lebensbedingungen der Menschen hier zu verbessern.

Milliarden Euro der Rüstungsindustrie in den Rachen werfen und gleichzeitig fahren wir auf kaputten Strßen und einem marodden Schienennetz durchs Land, müssen in völlig unterfinanzierten Krankenhäusern auf Behandlung warten und schicken unsere Kinder oder gehen selber noch in schimmelige Schulen/Universitäten mit defekten Toilettenräumen.

Bei allen aktuellen notwendigen Kämpfen für bessere Lebensbedinggungen, egal ob es für eine ehrliche Lösung der Klimakrise, höhere Löhne, bezahlbaren Wohnraum, für bessere Bildung, gegen eine Kriegswirtschaft, stabile Renten oder das abwehren der AfD und weiterer extrem rechter Strömungen geht, wissen wir, dass uns Langfristig nur die Überwindung der bestehenden Verhältnisse eine Perspektive jenseits von Krieg, Armut und Ausbeutung eröffnen wird.

Kommt am Dienstag, 14. Juli 2026 ab 18:30 Uhr in Pinneberg mit auf die Straße.

Kundgebung: 14.07.2026 | 18:30 Uhr | Pinneberg (Heinrich-Christiansen-Straße Ecke Saarlandstraße vor der VR Bank)

Die Straße uns! Für unsere Zukunft! Für ein besseres Leben für alle!