4. November: Aktionstag- Das Problem heisst Rassismus

Am 4. November 2011 wurde bekannt, dass über 13 Jahre eine faschistische Terrororganisation existierte, die zehn Menschen tötete und bei zwei Bombenanschlägen unzählige verletzte. Finanziert und getragen wurde dieser so genannte Nationalsozialistische Untergrund (NSU) durch ein bundesweites, neonazistisches Netzwerk sowie mindestens 12 Banküberfälle. Unterstützung in Form von Wohnungen, Pässen, Autos usw. erhielt der NSU von einem festen Kreis von über 20 Personen, durch die verbotene Organisation Blood & Honour, durch Funktionäre der NPD sowie durch freie Kameradschaften. So hat der Nationalsozialistische Untergrund insgesamt ein Unterstützer*innen-Umfeld von 100 Personen. In Jena, der Stadt in dem die faschistische Terrororganisation ihren Ursprung hatte, findet am 4. November 2012 eine antifaschistische Demonstration mit dem Motto: »Highlights, von denen keiner wissen wollte!« statt.
Neben der Demonstration in Jena gibt es eine bundesweit angelegte Kampagne, die alle Antifa-Strukturen auffordert regional zu handeln und in ihrer Region ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und das Versagen staatlicher Institutionen zu setzen!
4.November 2012 I Bundesweiter Aktionstag I Das Problem heisst Rassismus I Schluss mit der Vertuschung I Verfassungsschutz auflösen

Ku-Klux-Klan in Schleswig-Holstein, nix neues!

Wie mehrere Medien berichten, soll Achim S., Gründer und Anführer der im Jahre 2000 ins Leben gerufenen „European White Knights of the Ku Klux Klan“, der auch als neonazistischer Musiker u.a. durch die Bands „Wolfsrudel“ und „Celtic Moon“ bekannt geworden ist, nun in Boostedt unweit von Neumünster wohnen. (vgl u.a. den Artikel im Pinneberger-Tageblatt, SHZ, und bnr)
Aktivitäten vom Ku Klux Klan in Schleswig-Holstein sind nichts neues. Schon 1991 gab es eine Gruppe von jungen Neonazis die in Henstedt-Ulzburg, Elmshorn und Norderstedt rassistischen Terror unter dem Namen Ku Klux Klan verbreitet haben. Diese Neonazis hatten zum Teil gute Kontakte zur FAP die im Juni 1991 die Bundesgeschäftsstelle von Oberhausen in den Kreis Pinneberg, nach Halstenbek-Krupunder verlegt hatte.
Das Infoarchiv Norderstedt hat schon im April 2012 einen Bericht zu den Aktivitäten in Norderstedt veröffentlicht: Als in Norderstedt die Kreuze brannten 20 Jahre nach den KuKluxKlan-Anschlägen in Harksheide Hier noch ein Flugblatt der Antifa Norderstedt von 1992.

Wieder Brandanschlag in Meldorf

Schon Anfang April ’12 kam es zu zwei Brandanschläge auf die “Dönerstube” in Meldorf, Kreis Dithmarschen.
In der Nacht vom 17.10. auf den 18.10. kam es zum dritten mal zu einem Angegriff. Wieder wurde die Eingangstür mit einen Brandsatz zerstört und das Leben der Betreiber*inn riskiert. Das auch dieses mal keine Menschen zu Schaden gekommen sind ist nur Glück.
Rassismus tötet! Solidarität mit der betroffenen Familie!
+++Am Montag, den 22.10.2012, wird eine Mahnwache ab 18 Uhr an der Dönerstube, Zingelstr. 10 in Meldorf stattfinden.+++

Infoveranstaltung zur aktuellen Situation des selbstverwalteten Jugendkulturzentrums „Hotel am Kalkberg“ in Bad Segeberg

Am Donnerstag den 27. September wurde vor der 10. Zivilkammer des Kieler Landgerichts über die Zukunft des selbstverwalteten Jugendkulturzentrums Hotel am Kalkberg (HaK) entschieden. Die Stadt fordert die Räumung des Gebäudes und des Grundstückes zum 31. Oktober 2012. HaK bleibt!
Infoveranstaltung am 18.10. im Gängeviertel danach wird der Film “69” gezeigt. Doku über die Räumung des Ungdomshuset in Kopenhagen. Film Trailer

Wismar: Naziaufmarsch verhindern!

Am nächsten Samstag den 20. Oktober 2012 möchten Neonazis der Jugendorganisation der NPD in Wismar aufmarschieren. Mit dem Ziel diesen Aufmarsch zu verhindern hat sich bereits das Bündnis »Wismar Nazifrei« gegründet. Mehr Infos: Antifa-Bündnis & Wismar Nazifrei
Auf nach Wismar! Samstag | 20. Oktober 2012 | ab 10 Uhr | Wismar Naziaufmarsch verhindern!

Elmshorn: Bleiberecht durchsetzen! Abschiebebehörden dichtmachen!

Für das sofortige Bleiberecht der Familie C. aus Elmshorn und allen von Abschiebung bedrohten Menschen!
Nach 18 Jahren in Deutschland sollen die Eltern mit ihren drei minderjährigen Kindern in den Libanon abgeschoben werden. Drei ihrer Kinder „dürfen“ hier bleiben.
Am Dienstag entschied die sogenannte „Härtefallkommission“, dass kein „Härtefall“ vorliegt. Eine genaue Begründung über dieses Urteil ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Somit sitzen nun wieder SachbearbeiterInnen in der Ausländerbehörde des Kreises Pinneberg in Elmshorn an ihren Schreibtischen und bereiten eine Abschiebung vor. Wieder einmal eine Abschiebung in eine ungewisse Zukunft, in eine emotionale/psychische Katastrophe.
Wir fordern das sofortige Bleiberecht für Familie C. und alle Menschen die von Abschiebung bedroht sind! Alle bleiben – basta!
Kein Mensch ist illegal – Bleiberecht überall! Achtet auf Ankündigungen! Solidarität ist unsere Waffe! Aktuelle Infos auch bei der Antifa Elmshorn

Antifa-Café Freitag, 05.10.2012

Am 5.10. gibt es im Antifa-Café Infos zum Naziaufmarsch in Wismar Ende Oktober und zur aktuelle Situation der Flüchtlinge in Wolgast und Güstrow.
Außerdem wird sich die Kampagne „Mai Piu Fascismo“ vorstellen.
arbeitet bundesweit zu den Prozessen gegen ehemalige Wehrmachtssoldaten und Offiziere, die in Norditalien während der deutschen Besatzung Massaker verübten. Es wird über den aktuellen Stand der Prozesse und zu denen heute noch in Ruhe in Deutschland lebenden Tätern informiert, die auch Gegenstand der Kampagne sein werden. mehr Infos: maipiufascismo.blogsport.de
Mai Piu Fascismo – vogliamo giustizia – la memoria non si cancella
Nie wieder Faschismus – Wir wollen Gerechtigkeit – Kein Schlussstrich unter die Erinnerung

ERSCHEINT ZAHLREICH!