Am 08.12. 2012 soll in der Landdrostei Pinneberg eine Ausstellung mit Werken von Andreas Paul Weber um 16 Uhr u.a. mit einem Grußwort vom Kreispräsident Burkhard E. Tiemann eröffnet werden.
Kein Raum für Antidemokraten, Antisemiten und unterstützer des Nationalbolschewismus! Die Legende von Andreas Paul Webers Antifaschismus zerstören!
Der Grafiker A. Paul Weber (1893-1980) gilt gemeinhin als einer der großen Zeitkritiker, als brillanter Satiriker, der mit Ironie und Sarkasmus der Gesellschaft seiner Zeit den Spiegel vorgehalten und künftiges Unheil vorausgeahnt habe.
Das aber A. Paul Weber – ganz im Gegensatz zu seinem Image – schon vom Beginn der Weimarer Republik an bis zum Ende des zweiten Weltkriegs immer wieder eindringliche antisemitische Bilder gezeichnet, die bei zahlreichen Gelegenheiten Verwendung in der Propaganda der Nazis fanden, ist kaum jemandem bekannt. Wo die Veranstalter_innen in der Antisemitischen Propaganda “mit liebe zum Detail und dem Blick für den großen Zusammenhang …. Missstände in Politik, Gesellschaft, Kirche und Justiz … den kleinen Ärgernissen des Alltags und menschlichen Schwächen …” sehen bleibt uns nicht nur nebulös sonder widert uns an.
Weber war nicht nur Mitherausgeber der Zeitung “Widerstand – Zeitschrift für nationalrevolutionäre Politik” von Ernst Niekisch, wo Hitler von rechts her kritisiert wurde. Weber, Niekisch und andere unterstützer_innen des Nationalbolschewismus vertraten ein Programm, dem Hitler und die NSDAP als zu lasch galten und immer noch mit dem verhassten Parlamentarismus der Weimarer Republik verbunden waren.
Für Webers Antifaschismus wird vor allem seine halbjährige Haft 1937 nach Niekischs Verhaftung hervorgehoben. Anders als Niekisch, der zu lebenslänglich verurteilt wurde, kam Weber ohne Verhandlung frei.
In den folgenden Jahren verdiente Weber sein Geld jedoch nicht nur mit Aufträgen wie dem Entwurf des Pinneberger Stadtwappens. Sondern auch durch Aufträge des NS-Staats zur Zeichnung von NS-Kriegspropaganda.
Im Juli 1940 erhielt Weber und andere als politisch beste Karikaturisten Sondervergütung von 1000 Mark vom NS-Staat. Der von Weber gestalteten Band “Soldatengeist” von Ludwig Weissauer wurde 1941 vom Reichsführer der SS Heinrich Himmler mit einem Geleitwort geehrt. Auch war Weber bei der Ausstellung “Junge Kunst im Deutschen Reich” von Baldur von Schirach dabei und bei einem Sommerfest 1943 von Joseph Goebbels im Garten der Reichskanzlei.
A. Paul Webers weitere Karriere nach dem Krieg verdankt sich schlimmen Ausblendungen, die seine Präsenz im aktuellen Kulturleben im Kreis Pinneberg – und darüber hinaus – zu einem Skandal machen.
Keine Ausstellung von Werken von A.Paul Weber in der Landdrostei Pinneberg, im Torhaus Elmshorn und in der Barmstedter Galerie III !
Macht druck und meldet euch bei den Veranstalter_innen!
Ausgehtipps für den 30.11.2012
In der Roten Flora findet eine Antifa-Soli-Party mit dem Titel: “Techno against the Bad Taste of Tostedt” ab 23 Uhr statt. Mit Chillout-Area und Antifa-Infostand.

Im Centro Sociale findet eine Geburtstagsfeier von Anna und Arthur die 25 Jahre alt werden statt. Ab 19:30 feierliche Eröffnung ab 22Uhr gibt es Musik & Tanz mit Liedern aus ihrer Kindheit,Jugend und dem was sie heute hören.
Mobi-Video zur Demo in Bad Segeberg
Geht auf die Straße und fordert einen Platz für die Jugend! Einen Platz für alle, die aus dieser Stadt verdrängt werden sollen!
Fight for your right! – Für ein neues Jugendkulturzentrum! mehr Infos: hak.blogsport.de
+++Auch dieses Jahr haben sich Neonazis angemeldet und die NPD will wohl einen Infostand machen.+++
Treffpunkt für die fahrt über Hamburg ist 12:50 am Hamburger Hbf. Start der Demo ist um 14:30 am Bhf. in Bad Segeberg
01.12.12: Ein Platz für die Jugend – Demo für ein neues Jugendkulturzentrum in Bad Segeberg!

Geht auf die Straße und fordert einen Platz für die Jugend! Einen Platz für alle, die aus dieser Stadt verdrängt werden sollen!
Fight for your right! – Für ein neues Jugendkulturzentrum! mehr Infos: hak.blogsport.de
Harsefeld: Mai piu fascismo! Demo am 1.Dezember 2012
Am 01. Dezember wollen wir in Harsefeld demonstrieren. Dort lebt seit Jahrzehnten unbehelligt der Nazi Kriegsverbrecher Alfred Lühmann.
Obwohl er in Italien für seine im März und Mai 1944 begangenen Verbrechen an der italienischen Zivilbevölkerung bereits verurteilt wurde, hat er weder von Seiten des deutschen Staates noch von Seiten der Öffentlichkeit ernsthafte Konsequenzen zu befürchten.
Der deutsche Staat beschränkt sich stattdessen darauf den italienischen Opfern eine Straßenumbenennung anzubieten.
Bis heute gab es keine Entschädigungszahlungen für die von der Wehrmacht verübten Massaker.
Wir wollen am 01. Dezember Alfred Lühmann in seiner unverdienten Altersruhe stören und gleichzeitig unserer Forderung nach der sofortigen Entschädigung der Opfer und ihrer Hinterbliebenen Nachdruck verleihen.
KEIN VERGEBEN! KEIN VERGESSEN ! KEINE RUHE FÜR DEUTSCHE NAZI VERBRECHER ! DER OPFER GEDENKEN!
01. DEZEMBER – 13:00 UHR – BAHNHOF HARSEFELD
mehr Infos: maipiufascismo.blogsport.de Treffpunkt für die Bahnanreise nach Harsefeld ist 10:45 Reisezentrum Hamburg Hbf.
Berlin: 24.11. Naziaufmarsch verhindern! Silvio Meier gedenken!
Seit einigen Tagen mobilisiert die Berliner NPD für den 24. November 2012 zu einer Demonstration durch den südlichen Neuköllner Ortsteil Rudow. Die Demo richtet sich gegen eine geplante provisorische Unterkunft für Flüchtlinge im Berliner Süd-Osten. >>>mehr Infos
Sicherlich kein Zufall ist es, dass der geplante Aufmarsch auf das Datum der bundesweiten Antifa-Demo zum 20. Todestag von Silvio Meier fällt. So gab es schon in anderen Jahren die Versuche, das Gedenken zu destabilisieren. Der Plan der Nazis wird nicht aufgehen! Naziaufmarsch verhindern! Silvio Meier gedenken!
Erinnern heißt kämpfen! Antifa heißt Angriff!
Samstag | 24. November | ab 12 Uhr | U-Bhf Rudow
Kreis Pinneberg: Mobi Aktion zur Silvio Meier Demo in Berlin
Folgendes wurde uns zur Verbreitung mitgeteilt:
Mehrere Aktivistin_innen haben in Pinneberg und im Elmshorner Stadtteil Hainholz vier Straßen umbenannt. Die umbenannten Straßen tragen nun folgende Namen:
Silvio-Meier-Straße, Yeliz-Arslan-Straße,
Bahide-Arslan-Straße, Ayşe-Yilmaz-Straße
Namen der Erinnerung – Namen der Mahnung – Namen der Anklage
Als Zusatz wurden insgesamt über 1500 Flyer in Briefkästen der Anwohner_innen gesteckt, Schablonen gesprüht und Plakate die zur Silvio Meier Demo aufrufen geklebt.
Nutzt zur Anreise mit dem Zug über Hamburg den Antifa-Treffpunkt 10 Uhr |Hamburg Hauptbahnhof Reisezentrum.
Für antifaschistischen Selbstschutz! Faschisten bekämpfen – Verfassungsschutz auflösen!
Heute in Neumünster: »Blut muss fließen« – Undercover unter Neonazis
Die hochbrisante Dokumentation »Blut muss fließen« – Undercover unter Neonazis schlug bei der Premiere auf der diesjährigen Berlinale hohe Wellen. Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi – Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt. Sechs Jahre lang drehte Thomas Kuban Undercover rund vierzig mal mit versteckter Kamera Neonazi-Konzerte in und um Deutschland.
Heute am 18. November 2012 im KDW in Neumünster um 20:00 Uhr. Eintritt frei, Spende erbeten.
24.11.2012 Bundesweite Silvio-Meier-Demo in Berlin
Am 21. November 1992 ermordeten Nazis den Antifaschisten und Hausbesetzer Silvio Meier am U-Bahnhof Samariterstraße. Seit 20 Jahren kämpfen Antifaschist_innen um die Erinnerung an Silvio Meier. Jährlich findet die Silvio-Meier-Demonstration und eine Gedenkmahnwache statt. In diesem Jahr wird eine Straße nach Silvio-Meier benannt.
Am Donnerstag, 15.11. gibt es im Gängeviertel noch eine Infoferanstaltung zur Demo und zur gemeinsamen Anreise über Hamburg.
Für antifaschistischen Selbstschutz! Faschisten bekämpfen – Verfassungsschutz auflösen!
Antifa-Demo in Berlin: Samstag | 24. November 2012 | 15 Uhr | U-Bhf. Samariterstraße
Infos: Aufruf von der ALB| silvio-meier.tk | Silvio-Meier-Ini | Interview mit Silvio | Archiv
17. November 2012: Gedenk-Demo in Möllln anlässlich des rassistischen Brandanschlags 1992
In der Nacht auf den 23. November 1992 verüben Neonazis einen Brandanshclag auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Mölln. In den Flammen kommen Bahide Arslan (51), Ayse Yilmaz (14) und Yeliz Arslan (10) ums leben. Der Brandanshclag ereignet sich in einer Zeit als Medien, Politik und deutsche Mehrheitsbevölkerung gegen Flüchtlinge und den vermeintlichen “Asylmißbrauch” mobil machen. Die Hetze und die daraus resultierenden Gewaltexzesse richteten sich nicht allein gegen Flüchtlinge, sondern auch gegen nichtdeutsche Menschen die in Deutschland bereits seit Jahren lebten und arbeiteten.
Um die Ermordeten nicht dem Vergessen zu überlassen und auf die rassistischen Zustände hinzuweisen die diese Morde erst ermöglichten wird anlässlich des 20. Jahrestages des Brandanschlages eine überregionale Demonstration in Mölln stattfinden. Zur Demo ruft der Freundeskreis von Familie Arslan, die Kampagne “Rassismus tötet!” und die AHL auf.

Anreise über Hamburg Hauptbahnhof, Treff: 10.10 Uhr / Abfahrt: 10.26 Uhr
Mobi-Veranstaltungen & Filmvorführungen: “Nach dem Brand”:
Di. 13.11.2012 | Hamburg | 20.00 Uhr | Gängeviertel, Valentinskamp 39