Keine Nazi-Mode mehr in Pinneberg!

Nach einem Gespräch mit dem Geschäftsinhaber, welches die Genoss_innen der AIE führten und vom Inhaber gesucht wurde, ist jetzt die Marke »Label 23 – Boxing Connection« raus aus dem Geschäft!

Das Gespräch war sehr informativ und vorallem konstruktiv. Deniz versicherte, er will nichts mit der rechten Szene zu tun haben und wird ab sofort keine Kleidung der Marke Label 23 verkaufen. Für ihn war es nicht ersichtlich, welche Weltanschauung dort gleich mit verkauft wird und distanzierte sich glaubhaft von dieser.

Wir vertrauen dem Ladeninhaber und sind froh, das dieser schnell und effektiv gehandelt hat!
Kein Buisness mit Nazimarken!

Nazi-Mode in Pinneberg

+++Neue Infos, »Label 23 – Boxing Connection« kommt nicht in das neue Geschäft in Pinneberg!+++
In der Pinneberger Innenstadt soll ein Sportgeschäft eröffnen, mit der Sportmarke »Label 23 – Boxing Connection« im Vertrieb. Die Cottbuser Modemarke »Label 23« ist ein neuer Player auf dem umkämpften Markt für extrem rechte Szenekleidung. Deniz Salakoslu, der bereits im selben Geschäftshaus einen Mobilfunkladen betreibt, möchte im März oder April sein Geschäft eröffnen. Optisch sieht man der Marke den neonazistischen Hintergrund nicht an, da sie auf eindeutige Bezüge verzichtet. Der Markengründer ist Markus Walzuck Kickboxer, Neonazi und Hooligan aus Cottbus. Walzuck gehörte zu der mittlerweile verbotenen Neonazigruppe “Widerstand Süd-Brandenburg” und war mit Begründer der extrem rechten Ultra-Gruppe “Inferno Cottbus”. Mittlerweile fungiert Walzuck nicht mehr als Geschäftsführer, trotzdem kommt die Botschaft in der extremen rechten Szene an. “»Ideale besiegen das Geld« behauptet die Marke, und die Aktivitäten von Walzuck zeigen, was damit gemeint ist: Knallharter Neonazismus. Dem Konzept von »Thor Steinar« folgend, vermeidet es die Marke dennoch, sich als explizite Neonazifirma zu präsentieren. Der Anbindung an den Kampfsport- und den Hooliganbereich würde das nur schaden – eindeutig uneindeutig verkauft sich besser.”, schreibt das Antifaschistisches Infoblatt Nr. 96.
Der Betreiber sagte, auf nachfrage des Pinneberger Tageblatts, zum Hintergrund der Marke “Letztendlich ist es mir egal, womit ich Geld verdiene”.
Kein Geschäft mit Nazimode! Weder mit Thor Steinar, Erik & Sons, Ansgar Aryan oder Label 23!
Mehr infos zu Label 23 gibt es bei Störungsmelder und der Jungel World

Am Freitag den 1.2. ist wieder Antifa-Café

Am Freitag öffnet das Antifa-Café ohne inhaltliches Programm die Türen. Nutzt die Gelegenheit, um in gemütlicher Runde, euch mit anderen Antifaschist_innen auszutauschen.
Ab März 2013 startet dann die Veranstaltungsreihe des Antifa-Cafés Why we fight!
Die radikale Linke in der BRD hat es bis jetzt nicht geschafft, eine Antwort auf die offenen Widersprüche und die sich verschärfenden Lebensumstände als Auswirkungen der alles durchdringenden kapitalistischen Logik zu finden. Grund genug sich intensiver mit den Grundlagen und Entwicklungen dieser Zustände auseinanderzusetzen.Grund genug sich intensiver mit den Grundlagen und Entwicklungen dieser Zustände auseinanderzusetzen. Darum nähern wir uns über dieses Jahr verteilt in verschiedenen Blöcken diesem Thema an.
Block 1: Kapitalismus und Krise
Block 2: Widerstand gestern und heute. Ein geschichtlicher Abriss der außerparlamentarischen Linken in der BRD seit 1968.
Block 3: Nazistrukturen im Überblick
mehr zu den Themen und was sonst noch so im Antifa-Café los ist, hier!

Kommt am 13.02. nach Dresden, kommt nach vorn!

Mobi-Video gegen den Naziaufmarsch am Abend des 13.02.2013 in Dresden. Hier noch ein Spenden- und Solidaritätsaufruf der Roten Hilfe OG Hamburg– Solidarität mit Tim und allen anderen AntifaschistInnen

Mobiclip Dresden Nazifrei 2013 from DresdenNazifrei on Vimeo.

Infoticker zu den Naziaktivitäten: Ticker: demoticker.org Twitter: naziwatchdd
Aktionsticker: Web: aktionsticker.info WAP: aktionsticker.info/wap Twitter: dd_nazifrei
Aktionsradio von coloRadio Dresden: UKW ab 18 Uhr: 98.4 + 99.3 MHz im Dresdner Stadtgebiet Livestream ab 15 Uhr: coloradio.org

Ausblenden, Beleidigen, Verleugnen

Im Verlaufe der Auseinandersetzung, um die Ausstellung A. Paul Webers, ist der Pinneberger Kreispräsident und vorsitzende der Drosteistiftung Tiemann sicherlich nicht dadurch aufgefallen, besonders empfänglich für Kritik zu sein. Ganz im Gegenteil, eher machte Tiemann von sich reden, indem er den Kritikern der Ausstellung mit arroganten Beleidigungen begegnete. So sagte er bereits Anfang Dezember dem Pinneberger Tageblatt: „Es ist schade, wenn sich jemand so zu Wort meldet, der nur 20 Prozent des nötigen Wissens zu diesem Thema hat.“
Doch Tiemanns jüngsten Ausbrüche sind nicht nur stumpf und unqualifiziert, sondern regelrecht erschreckend: “Das ist unter den Nazis praktiziert worden und sollte im demokratischen Deutschland der Vergangenheit angehören”. Es ist traurig genug, wenn er, als Mitverantwortlicher der Ausstellung, vor jeglicher Kritik die Augen verschließt, doch mit dieser Aussage hat er sich endgültig disqualifiziert.
Nun ist es ausgerechnet Tiemann, der einen Vorkämpfer der „Nationalen Revolution“ unkommentiert ausstellt und jenen, die dies kritisieren, vorwirft Nazipraktiken zu verwenden, am 27. Januar zum Holocaustgedenktag einlädt. Ein würdiges Gedenken setzt eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit voraus. Gerade hier hat sich Tiemann jedoch unglaubwürdig gemacht. Er hat sich gegen die kritische Auseinandersetzung um Webers gesträubt und den Begriff des Nazis zum billigen Kampfbegriff gemacht, und damit verharmlost, um seine Gegner zu diffamieren. Passend dazu ist es auch, dass man auf der Webseite der Drostei nichts über die Vergangenheit dieser während des Nationalsozialismus erfährt. Hier heißt es schlicht: „Später wurde die Drostei Dienstsitz des Landrats des Kreises Pinneberg (bis 1933), danach viele Jahre Katasteramt. 1965 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.“ Tatsächlich war die Drostei ab November 1933 SA-Heim. Das Gedenken an den Holocaust ist ohne Frage wichtig, gerade an Orten, die Schauplatz des Nationalsozialismus waren, wie die Drostei eignen sich besonders, da hier ein klarer Bezug zur Geschichte besteht. Dies macht selbstverständlich nur Sinn, wenn diese Geschichte auch offen gelegt wird.
Gegen das Vergessen, für ein würdiges Gedenken!

Offener Brief zur Weber Ausstellung im Kreis Pinneberg vom Bündnis gegen Rechts

Folgend der offene Brief des Bündnis gegen Rechts Kreis Pinneberg:

Offener Brief an die Verantwortlichen der A. Paul Weber Ausstellungen in Pinneberg, Elmshorn und Barmstedt
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit Anfang Dezember zeigen Sie verschiedene Werke des umstrittenen Zeichners A. Paul Weber in der Pinneberger Drostei, im Elmshorner Turmhaus und in Barmstedt.
Wir, das BgR, melden uns nach eingehender Beschäftigung mit dem Künstler und Ihrem Umgang mit seinem Wirken in der Öffentlichkeit mit grundsätzlicher Kritik zu Wort.
Nach umfassender Studie des öffentlich zugänglichen Materials steht völlig unstrittig fest, dass Weber ein Anhänger einer lediglich mit der NSDAP konkurrierenden Strömung innerhalb der extrem rechten Bewegung seiner Zeit war. Betrachtet man Webers politische Umgebung und sein Werk im historischen Kontext, so ist er zumindest während der zwanziger, dreißiger und vierziger Jahre als Antisemit, Demokratiefeind und völkischer Nationalist anzusehen. So hat er sich nie öffentlich von der beispielsweise unzweifelhaft antisemitischen Illustration für den Umschlag des Buches von Artur Dinter „Die Sünde wider das Blut“ distanziert. Das Wesen der verschiedenen extrem rechten Gruppen, die in Konkurrenz zum Nationalsozialismus standen, aber nicht weniger radikal waren, wird im allgemeinen verkürzt oder oberflächlich dargestellt. Dies führt zu Legendenbildung und Verharmlosungen. Erst eine Einordnung in einen sowohl ästhetischen, als auch zeitgeschichtlich-politischen Kontext ermöglicht eine wirklich kritische Auseinandersetzung mit dem Zeichner. Continue reading Offener Brief zur Weber Ausstellung im Kreis Pinneberg vom Bündnis gegen Rechts

Zweiter Pressespiegel zur Weber Ausstellung im Kreis Pinneberg

Auch im neuem Jahr geht die A. Paul Weber Ausstellung weiter, ohne die ernsthaft Thematisierung seines politischen Wirken.
Pinneberger Tageblatt: 1, 2, 3
Elmshorner Nachrichten: 1
Norddeutsche Rundschau: 1
In der Aktuellen Analyse & Kritik [579] Zeitung für linke Debatte und Praxis gibt es auch noch ein Artikel: Weber ins rechte Licht rücken. Eine Ausstellung im Kreis Pinneberg verweigert sich antifaschistischer Kritik
Pressemitteilung der BALL (Barmstedter Linke Liste)

Angeklagt ist Tim – gemeint sind wir alle!

Ihr wollt uns einschüchtern – Das schafft ihr nicht! Ihr wollt uns mundtot machen – Das schafft ihr nicht! Ihr wollt uns platt machen – Das schafft ihr nicht! Denn wir sind nicht allein!
Am Mittwoch den 16.01.2013 fällte Richter Hans Hlavka vom Amtsgericht Dresden ein weiteres Skandalurteile der Dresdner Justiz. Tim, Antifaschist, Familienvater mit festem Job, LINKER und Blockierer vom Februar 2011 wurde zu 22 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt, angeblich, weil er durch sein Schweigen im Prozess eine negative Gefahrenprognose anzunehmen sei. Als Begründung für eine Verurteilung wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Beleidigung reichte dem Richter eine verpixelte Polizeifilmaufnahme, ein Megaphon in der Hand, der Ausspruch „alle nach vorn“ und die vermeintlich abschreckende Wirkung des Urteils. Dresden habe Ausschreitungen im Februar „satt“ und damit müsse endlich „Schluss sein“. Tim wurde also zur Abschreckung für angebliche zukünftige Gewalttaten verurteilt.
Wir halten dieses Urteil ist nicht nur für hochgradig rechtswidrig. Die selbsternannten “Hüter des Rechtsstaats” zielen vor allem auf uns alle als Antifaschist_Innen und unser Engagement. Wiedereinmal will die Sächsische Justiz, angeführt von Dresdner Staatsanwaltschaft und Amtsgericht, Politik mit Gerichtsurteilen machen und Menschen unter Androhung von Strafe von der Ausübung ihres Rechts auf zivilen Ungehorsam abzuhalten. >> dresden-nazifrei.com

Eine Zusammenfassung vom Prozess findet sich bei >> addn.me, auch die >> taz und das >> Neue Deutschland haben bereits berichtet.
Auch die Mainstream-Medien finden das Urteil irgendwie merkwürdig: >> zeit.de und >> Spiegel Online.
Ebenso der Nicht-Mainstream: <a href="http://www.jungewelt.de/2013/01-17/058.php"Junge Welt und die >> VVN – BdA.
Wir bleiben weiter offensiv! Am 13.02. 2013 auf nach Dresden und den Naziaufmarsch verhindern! >>>keineruhe.noblogs.org

„Kontrovers und faszinierend“ zum Artikel der Elmshorner Nachrichten vom 16.01.2013

Am 16.01. erschien in den Elmshorner Nachrichten ein weiterer Artikel zur Ausstellung von Andreas Paul Weber im Kreis Pinneberg. Wie schon
Frau Fricke von der Drostei bestätigt auch Frau Strom vom Kunstverein Elmshorn, dass Webers Vergangenheit aufgearbeitet ist. Inwiefern die
Veranstalterinnen auf die Aufarbeitung eingehen ist in den Ausstellungen nicht ersichtlich. Auch trifft es nicht zu, dass nur eine Nähe zur
deutsch-nationalen Gesinnung bestand, wie von Bürgermeisterin Fronzek gesagt wird, da Weber unter anderem Ehren-Mitglied bei den “Fahrenden
Gesellen” des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes (DHV) war. In der Biographie von Schumacher/Dorsch, auf die Storm verweist heißt es
“Noch am Ende seines Lebens […] gab es für ihn keinen Grund, die Ideenwelt des DHV in Frage zu stellen.”. Der DHV war antisemitisch,
Frauenfeindlich und seine Mitglieder nahmen an der “Schwarzen Reichswehr” teil. Interessant ist, dass Frau Fronzek sagt, dass Webers
problematische Vergangenheit ihr erst im Zuge unserer Intervention bekannt wurde. Dieses widerspricht der Behauptung, dass die Diskussion
veraltet sei. Fronzeks weitere Aussage, es sei falsch “bei falscher Gesinnung Künstler in ihrer Arbeit zu unterdrücken und zu verhindern,
dass sie überhaupt ihre Kunst ausüben können.” sehen wir so wie es da steht als falsch an. Erstens würde dies RassistInnen und AntisemitInnen
die Möglichkeit geben unter dem Deckmantel der Kunst ihre Inhalte zu verbreiten und wir sind uns sicher, dass Frau Fronzek dies nicht sagen
wollte. Zweitens war es immer unser Anliegen, dass wenn Weber ausgestellt wird, sein politisches Wirken ausführlich thematisiert wird.
So erarbeitete Thomas Dörr 2000 die Broschüre „Mühsam und so weiter, was waren das für Namen …“. Zeitgeist und Zynismus im
nationalistisch-antisemitischen Werk des Graphikers A. Paul Weber für die Erich Mühsam Gesellschaft in der dies ausführlich geleistet wird.