Veranstaltungsreihe: Weggucken – Weghören?! vom 20.03. – 23.03.2013 in Hamburg
Auf der Bühne grölt die Band für die Volksgemeinschaft, das Publikum zeigt hundertfach den Hitlergruß – abseits des kulturellen Mainstreams hat sich eine Rechtsrockszene entwickelt, die europaweit vernetzt ist. Mit Musik bringt man junge Menschen zur Politik. Das ist auch bei Nazis so. Längst hat sich rund um die Musikveranstaltungen ein blühender Markt entwickelt: CD`s der einschlägigen Bands werden in Eigenregie produziert und in Szeneläden oder über das Internet verkauft. Darüber hinaus finanziert sich die Szene mit Band-T-Shirts und anderem extrem rechten Merchandise, mit Umsätzen in Millionenhöhe. Blood & Honour lautet der Name eines im Jahr 2000 in Deutschland verbotenen Nazi-Musiknetzwerks. Genau aus diesem Umfeld erfuhr der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) jahrelang Unterstützung. Einige dieser Aspekte wollen wir mit einer Veranstaltungsreihe aufgreifen, beleuchten und vor allem: die Möglichkeit des selbstbestimmten antifaschistischen Handelns gegen Rechtsrock und Nazisubkultur aufzeigen.
Hier ein Link zu allen Veranstaltungen
Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus bekämpfen – Verfassungsschutz abschaffen!
Am 17. April 2013 wird in München der Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe sowie vier der Unterstützer beginnen: Ralf Wohlleben, Holger Gerlach, Carsten Schultze und André Eminger.
Ein breites antifaschistisches Bündnis ruft deshalb zu einer bundesweiten Großdemonstration in München am Samstag vor Prozessbeginn auf.
Im November 2011 wurde bekannt, dass die rassistischen und mörderischen Taten der Nazis des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) sieben Jahre lang unter den Augen der Sicherheitsbehörden begangen wurden. Sie haben zehn Menschen ermordet und zwei Sprengstoffanschläge verübt. In den Medien wurde der Begriff „Döner-Morde“ geprägt und die Sonderkommission gab sich den Namen „Bosporus“. Damit schloss die Polizei von Anfang an rassistische Hintergründe der Morde aus, behandelte die Opfer wie Täter und ermittelte in Richtung organisierter „Ausländer-Kriminalität“. Aufruf
17. Nisan 2013´te Münih´te NSU üyesi Beate Zschäpe´ye ve 4 destekçisine – Ralf Wohlleben, Holger Gerlach, Carsten Schultze ve André Eminger´e karşı açılan davada ilk duruşma başlayacak.
Bundan dolayı geniş bir anti-faşist çevre, duruşmanın öncesi cumartesi günü Münih´te yapılacak yürüyüşe Almanya çapında çağrı yapıyor.
Kasim 2011 de „Nasyonal-Sosyalist Yeraltı örgütü“ (NSU)´nün, güvenlik güçlerinin gözleri altında gerçekleştirdiği 7 yıllık suikastlar meydana çıktı. Bu süre içinde 10 insan öldürüldü ve iki de bombalı saldırı gerçekleştirildi. Bu 7 yıllık dönemde medya „Döner-Cinayetleri“ kavramını hayata geçirdi ve cinayetleri aydınlatmak için kurulan komisyon kendine „Boğaziçi“ adını verdi. Böylece, suikastların arkasında ırkçı bir tutumun olabileceği, başından beri emniyet tarafından gözardı edildi; tam tersine, cinayetlerin kurbanları, cinayetlerin faillerimiş gibi yıllarca şüphe altında kaldılar. Aufruf
SAMSTAG, 13.04.2013 Bundesweite antifaschistische und antirassistische Demonstration Auftaktkundgebung: Karlsplatz (Stachus), 13.00 Uhr
MITTWOCH, 17.04.2013 Kundgebung während dem Prozessauftakt in der Nähe des Gerichts
Ausstellung: Kultur und Widerstand von 1967 bis heute
Die Ausstellung „ Kultur und Widerstand von 1967 bis heute“ findet im Rahmen des 18. März, dem „Tag des politischen Gefangenen“ statt. Sie beginnt am Samstag, den 16. März und endet am Sonntag, den 24. März im Centro Sociale. Die Ausstellung ist vom 17. 3.- 24. 3. immer ab 15 Uhr geöffnet, außer am Freitag 22.3. ab 19h. Während der Ausstellung gibt es eine Veranstaltungsreihe. Mehr Infos gibt es hier: centrosociale.de
Antifainfoblatt mit neuer Internetpräsenz
Das Antifainfoblatt jetzt mit einer neuen Internetpräsenz: www.antifainfoblatt.de
Gegen die Kriminalisierung von antifaschistischem Engagement
Mehr als 150 Menschen sind in der Bundesrepublik Deutschland seit 1990 von Neonazis getötet worden. Das macht uns sprachlos und unser Mitgefühl gilt ihren Hinterbliebenen. Umso größer ist unsere Bestürzung über das Versagen bei der Verfolgung von Nazi-Terroristen und deren militantem Umfeld insbesondere auch im Freistaat Sachsen.
Dem entgegen steht der offensichtliche Eifer der sächsischen Behörden bei der Kriminalisierung von Demonstrantinnen und Demonstranten, die sich jedes Jahr dem Missbrauch des Gedenkens der Zerstörung Dresdens durch Rechtsextreme entschlossen und gewaltfrei entgegenstellen.
Der Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König wird wegen seines Engagements gegen Europas größten Neonazi-Aufmarsch am 19.02.2011 von der Dresdner Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs „des besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs“ angeklagt. Continue reading Gegen die Kriminalisierung von antifaschistischem Engagement
Gegen die Kriminalisierung sozialer Kämpfe!
Im April 2011 besetzten 200 Recht auf Stadt-Aktivist_innen das ehemalige Finanzamt in Altona, um einen Kontrapunkt gegen Stadtentwicklungsprozesse- und politik in Form eines selbstverwalteten Stadtteilzentrums zu schaffen. Wenige Stunden nach der Besetzung wurde das Haus geräumt. Gegen 40 Besetzer_innen wurde Strafanzeige gestellt. Knapp 1½ Jahre später erhielten die ersten von ihnen Strafbefehle. Die lange Zeit zwischen Räumung und Verurteilung werten wir als Versuch, den Protest zu entkräften und den Verfahren möglichst wenig Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.
Mittlerweile wurden die ersten Prozesse geführt. Nun steht ein größerer Prozesstag an, zu dem wir uns entschieden haben, größer zu mobilisieren. Wir wollen einen Vorgeschmack auf die kommenden Prozesse bieten und die gelaufenen Aktionen erneut in einen größeren Kontext stellen. az4altona.blogsport.de
Kommt zur Demo am Samstag den 09.03. 15 Uhr Rote Flora Der Prozess am Montag den 11.03. im Amtsgericht Altona wurde Verschoben
Die Presse zur Kundgebung gegen Nazis in Wedel
Zur VII. Aktionswoche der internationalen Solidarität mit dem Baskenland
… rufen die baskische Organisation Askapena und die in vielen Ländern Europas und Lateinamerikas vertretenen Freundinnen und Freunde des Baskenlands gemeinsam auf.
Aktionswoche vom 04-10.März 2013 info-baskenland.de
07.03. Veranstaltung in Hamburg: Der Druck steigt im Baskenland Ort: KÖLIBRI, Hein-Köllisch-Platz 12 – St. Pauli | Uhrzeit: 19.00 Uhr
Freiheit für die baskischen politischen Gefangenen – Recht auf Rückkehr für die Flüchtlinge Die Veranstaltung in Hamburg ist eine unserer zentralen Veranstaltungen der Solidaritätswoche. Referentinnen und Referenten aus dem Baskenland berichten aus erster Hand und beantworten gerne Fragen.
Am 07.03. findet wieder eine „Intro“ Veranstaltung in der Flora statt.
Thema ist Psychoanalyse Hass auf Vermittlung und Lückenphobie. Zur Aktualität der Psychoanalyse
Beginn ist um 19 Uhr in der Roten Flora.
Schleswig-Holstein: Verfassungsschutz schaute jahrelang extrem rechter Lehrerin zu
Immer wieder gibt es berichte das Lehrkräfte der extrem rechten Szene anhängen. So z.B. ein Fall aus Hamburg von 2007 oder 2011 im nordfriesischen Bredstedt in Schleswig-Holstein.
Jetzt wurde wieder eine Lehrerin, in Schleswig-Holstein, von der Schulbehörde aus dem Schuldienst entlassen. Die Grundschullehrerin Maren Preisinger aus der Gemeinde Bühnsdorf bei Bad Segeberg war neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin, zugleich in einem extrem rechten Verein aktiv. M. Preisinger unterrichtete Heimat- und Sachkunde sowie Mathematik an der Matthias-Claudius-Schule in Reinfeld. Maren Preisingers Mann Nordfried Preisinger war ebenfalls Lehrer, er unterrichtete an der Berufsschule in Bad Segeberg. Beide sind Anhänger der Ludendorffer, diese orientieren sich an den Schriften von Erich Ludendorff, dem General im Ersten Weltkrieg, und seiner Frau Mathilde. Die völkischen Ludendorff-Anhänger sind als antidemokratisch und extrem Rechts zu betrachten. Organisiert sind sie im „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff)“ (BfG), für die Kinder- und Jugenderziehung der Ludendorffer gibt es den „Arbeitskreis für Lebenskunde“, in beiden Vereinen sind die Preisingers aktiv. Schon 1998 berichtete der Focus über die Aktivitäten der Ludendorffer in Schleswig-Holstein, die auf dem Osselberg in Schierensee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) das sog. Ferienheim Schönhagen betreiben. Das Schulamt Schleswig-Flensburg warnte 1998: „Der Aufenthalt von Schulklassen in diesem Ferienheim ist mit den Bildungs- und Erziehungszielen der Schule nicht vereinbar.“ Noch heute finden dort Veranstaltungen wie Sonnwendfeiern der BfG statt. Die Familie Preisinger bewegt sich schon seit den 30er Jahren in extrem rechten Kreisen, der 1905 geborene Studienrat Dr. Werner Preisinger wirkte an der Gründung des BfG mit. Während des Nationalsozialismus arbeitete Dr. Werner Preisinger als Jugenderzieher auf NS-Ordensburgen.
Da Maren Preisinger seit Anfang des Jahres 2013 vom Schuldienst freigestellt ist und Nordfried Preisinger (69) schon seine Pensionsansprüche genießen kann, werden beide sicher schnell Zeit finden um ihre Gewonnene Reise von Kiel nach Göteborg mit der Stena Line Fähre in Anspruch zu nehmen.
Hier Presse berichte zu den Preisingers: Blick nach Rechts, Zeitung gegen Rechts (DGB), Jungel World, Berliner Zeitung